Skandal-Szenen in Spanien: Torhüter rastet nach Platzverweis komplett aus und boxt Gegenspieler um

Huesca (Spanien) - Die Handschuhe hatte er schon mal an, seine Boxeinlage war dann filmreif, aber auch extrem skandalös: Der ehemalige argentinische Nationaltorhüter Esteban Andrada (35) hat in der zweiten spanischen Fußball-Liga für einen Mega-Eklat gesorgt.

In dieser Szene faustet Torhüter Esteban Andrada (35) Gegenspieler Jorge Pulido (35) einfach um.  © Screenshot/X/MrOffsider

Der Keeper in Diensten von Real Saragossa sah in der Nachspielzeit des hitzigen Derbys bei SD Huesca in der Nachspielzeit zunächst die Gelb-Rote Karte. Er hatte Schiedsrichter Damaso Arcediano Monescillo (41) verbal bedrängt, als dieser auf dem Weg zum Bildschirm war, um sich eine Szene des Spiels noch einmal anzusehen.

Das missfiel Huesca-Kapitän Jorge Pulido, den Andrade daraufhin zu Boden stieß. Daraufhin zückte der Unparteiische die Gelb-Rote Karte. Das konnte der Argentinier nicht fassen, stürmte los und boxte Pulido mit einem heftigen Fausthieb um.

Der Innenverteidiger ging daraufhin zu Boden und musste behandelt werden, auf Bildern sah man schnell ein Veilchen unter dem Auge. Es kam zu einer völlig verrückten Rudelbildung, in deren Folge dann auch noch der Huesca-Torhüter Dani Jiménez (36) sowie Saragossa-Verteidiger Dani Tasende (25) glatt Rot sahen.

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Das Sportliche trat angesichts dieser Ereignisse völlig in den Hintergrund, auch wenn Huesca im Abstiegskampf einen wichtigen 1:0-Sieg dank eines verwandelten Elfmeters durch Oscar Sielva (34) in der 65. Minute holte.

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Verein kündigt Konsequenzen an, Esteban Andrada entschuldigt sich direkt nach dem Spiel

Bei der Klub-WM 2025 stand Andrada noch für Monterrey im Tor, spielte unter anderem gegen den BVB.  © ALEX GRIMM / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP

Nach der Partie äußerte sich Real Saragossa sofort mit einem Statement. Darin verurteilte der Verein die Vorfälle, "die diesem Sport unwürdig sind und niemals hätten passieren dürfen."

Der Klub betonte, dass er Vorbild und Bezugspunkt für viele Fans sei, "vor allem für Jungen und Mädchen, die uns bei jedem Spiel anfeuern und davon träumen, eines Tages selbst zu einem ihrer Idole zu werden. Deshalb hätten diese bedauerlichen Szenen niemals stattfinden dürfen."

Saragossa kündigte an, dass die Vorfälle von Esteban Andrada untersucht werden und ihm entsprechende Disziplinarmaßnahmen drohen. Nicht nur von Vereinsseite wird er hart sanktioniert werden, sondern auch der Liga, die ihn für zahlreiche Spiele sperren könnte. Damit erweist er seinem Verein im Kampf gegen den Absturz in die Drittklassigkeit einen Bärendienst.

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In einem Video-Statement entschuldigte sich Andrade noch direkt nach dem Spiel.

"Ich bereue das Geschehene sehr, das ist kein gutes Bild für den Verein, für die Leute und vor allem für einen Profi wie mich. Ich werde es nicht wieder tun, denn ich weiß, dass ich eine Person des öffentlichen Lebens bin. Es ist mein eigener Fehler, dass ich in diesem Moment die Beherrschung verloren habe und ich werde die Konsequenzen tragen, die mir dieser Schlamassel beschert", zeigte sich der Keeper reumütig.

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