Unter Tränen und voller Liebe: Früherer Bundesliga-Profi spricht über den Tod seiner Frau

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St. Louis (USA) - Diese Worte gehen ganz tief unter die Haut! Im März ist Ilona, die Ehefrau des früheren Bundesligaprofis Eduard Löwen (29), im Alter von nur 29 Jahren nach langer Krankheit verstorben. Knapp zwei Monate später hat der Mittelfeldspieler auf einer Pressekonferenz über die schwere Zeit, seine Gefühle und die Frau, die er über alles geliebt hat, gesprochen.

Eduard Löwen (29) spielt inzwischen bei St. Louis in der US-amerikanischen MLS. Vor rund zwei Monaten erschütterte der Tod seiner Ehefrau Ilona sein Leben.
Eduard Löwen (29) spielt inzwischen bei St. Louis in der US-amerikanischen MLS. Vor rund zwei Monaten erschütterte der Tod seiner Ehefrau Ilona sein Leben.  © CHRIS CARTER / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GETTY IMAGES VIA AFP

"Nichts, was ich sagen würde, könnte ihr gerecht werden. Was sie mir bedeutet hat, lässt sich nicht in Worte fassen. Die Liebe, die wir geteilt haben, war etwas ganz Besonderes", erklärte Löwen vor dem Spiel seines Klubs St. Louis City gegen Colorado.

Der Ex-Herthaner kämpfte dabei sichtlich mit den Tränen, atmete immer wieder kurz durch. Er habe sich aber nicht verpflichtet gefühlt, jetzt mit den Medien zu reden, sondern sich zunächst bewusst ausreichend Zeit genommen.

Der ehemalige deutsche U21-Nationalkicker bedankte sich bei allen Unterstützern, die ihm in den vergangenen Wochen viel Kraft gegeben hätten, ehe er bewegende Einblicke in die Beziehung zu seiner Ilona teilte.

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"Sie hat sich für mich aufgeopfert, es ging immer um mich. Selbst in der letzten Phase ihres Lebens hat sie sich immer um mich gekümmert und sich um mich gesorgt. (…) Ich habe nie eine Person getroffen, die ihrer inneren und äußeren Schönheit auch nur nahekam", schwärmte der 29-Jährige.

Schon in jungen Jahren war bei seiner Frau ein gutartiger Hirntumor festgestellt worden. Ab 2024 litt sie dann an gesundheitlichen Problemen, ehe eine Untersuchung die erschütternde Krebsdiagnose brachte.

Eduard Löwen (29) und seine Ehefrau Ilona (†29) waren seit 2019 verheiratet.
Eduard Löwen (29) und seine Ehefrau Ilona (†29) waren seit 2019 verheiratet.  © Screenshot/Instagram/FC Augsburg

Der Fußball hilft Eduard Löwen, aber seine Perspektive hat sich verändert

Bei seinem Comeback gegen Seattle erzielte Eduard Löwen (29, l.) den späten Ehrentreffer zum 1:4-Endstand. Trotzdem war es ein besonderes Tor.
Bei seinem Comeback gegen Seattle erzielte Eduard Löwen (29, l.) den späten Ehrentreffer zum 1:4-Endstand. Trotzdem war es ein besonderes Tor.  © JACK COMPTON / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GETTY IMAGES VIA AFP

"Wenn sowas passiert, trauert man natürlich den verpassten Momenten, den verpassten Möglichkeiten nach, in denen man sich noch mehr Liebe hätte schenken können", so Löwen weiter.

Inzwischen ist der frühere Augsburger, Nürnberger und Bochumer wieder auf den Platz zurückgekehrt – und erzielte im ersten Spiel gegen Seattle nach seiner späten Einwechslung direkt einen Treffer.

"Ich will den Moment nicht herabwürdigen, er hat mir viel bedeutet. Aber meine Perspektive hat sich komplett verändert. (...) Es ist fantastisch und ich bin sehr dankbar, aber trotzdem denkt man sich: Was macht das schon aus?", beschrieb der gebürtige Idar-Obersteiner die schwierige Situation.

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"Es nimmt mir meinen Schmerz natürlich nicht, aber es hilft, etwas Fußball zu spielen", fügte Löwen an. "Ich hatte vorher noch nie so ein Team. Es hilft mir sehr, mit den Jungs zu spielen, zu trainieren, zu reisen. Aber gleichzeitig bedeutet das nicht, dass es mir gut geht."

Lediglich sein Glaube spendet dem Christen etwas Trost, wie er auf Nachfrage eines Reporters bekräftigte: "Mein größter Schmerz in den vergangenen Jahren war es, meine Frau leiden zu sehen und nichts dagegen tun zu können. (…) Ich weiß, dass sie jetzt an einem besseren Ort bei Jesus ist und dass sie nicht mehr leidet, sondern voller Glück ist. Und das ist das, was mich am meisten tröstet."

Titelfoto: Bildmontage: CHRIS CARTER / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GETTY IMAGES VIA AFP, Screenshot/Instagram/FC Augsburg

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