Nach Aus bei Erstliga-Klub: Musste dieser Fußballer wegen seines Coming-outs gehen?

Adelaide (Australien) - Üble Anschuldigungen: Etwa vier Jahre nach seinem Coming-out hat der australische Fußballer Josh Cavallo (26) seinem Ex-Klub Adelaide United offen Homophobie vorgeworfen.

Wurde Josh Cavallo (26) nach seinem Coming-out vom australischen Erstligisten Adelaide United ausgegrenzt?
Wurde Josh Cavallo (26) nach seinem Coming-out vom australischen Erstligisten Adelaide United ausgegrenzt?  © IMAGO / AAP

In einem auf Instagram veröffentlichten XXL-Post behauptet der 26 Jahre alte Australier, dass ihm in seinen vorigen Jahren beim heimischen Erstligisten aufgrund seiner Sexualität Spielmöglichkeiten verwehrt worden seien.

"Unter der neuen Führung wurde deutlich, dass ich aus politischen Gründen nicht mehr auf dem Platz stehen durfte", schrieb Cavallo, der 2021 seine Homosexualität öffentlich gemacht hatte und dafür bis heute noch angefeindet wird.

"Es war schwer zu akzeptieren, dass mein eigener Verein homophob war." Sein Abschied habe daher nichts mit sportlichen Leistungen zu tun.

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"Entscheidungen von Leuten in Machtpositionen blockierten meine Chancen - nicht wegen meines Talents, sondern wegen der Person, die ich liebe", erklärte er und begründete damit seinen Weggang vom Klub im Mai vergangenen Jahres zum englischen Peterborough Sports, der auf zu geringe Spielzeit zurückzuführen war.

Cavallo Ex-Verein weist Vorwürfe zurück

Der 26-jährige Kicker beschuldigt seinen Ex-Arbeitgeber der Homophobie.
Der 26-jährige Kicker beschuldigt seinen Ex-Arbeitgeber der Homophobie.  © IMAGO / AAP

Sein früherer Verein ließ die schwerwiegenden Vorwürfe jedoch nicht unbeantwortet.

In einer öffentlichen Stellungnahme wehrte sich der dreimalige Pokalsieger gegen die Anschuldigungen von Cavallo und wies diese entschieden zurück: "Wir lehnen diese Vorwürfe, einschließlich jeglicher Andeutung, Adelaide United sei homophob, ausdrücklich ab. Alle Entscheidungen zur Mannschaftsaufstellung erfolgen ausschließlich auf sportlicher Grundlage", heißt es in dem Statement.

Zudem betonte der Klub: "Adelaide United hat sich stets für ein integratives Umfeld für Spieler, Mitarbeiter und Fans eingesetzt. Wir sind nach wie vor stolz auf unsere kontinuierliche Arbeit, die Inklusion im gesamten Fußball fördert."

Titelfoto: IMAGO / AAP

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