Eixler schockt Chemie! FSV Zwickau besiegt den Auswärtsfluch
Leipzig - Wahnsinn! Der FSV Zwickau entführt mit der letzten Aktion drei Zähler aus dem ausverkauften Leutzscher Holz. Lukas Eixler (90.+3.) schockte die BSG Chemie, die durch das 1:2 (0:0) einen wichtigen Punktgewinn im Abstiegskampf verpasst.
Wer ein Lehrbeispiel für fahrlässige Chancenverwertung benötigte, brauchte sich nur die ersten 45 Minuten anschauen. Wie beide Mannschaften mit ihren Möglichkeiten sündigten, ging auf keine Kuhhaut. Kilian Senkbeil (5./Latte), Daniel Haubner (7.), Andrey Startsev (10.) und Cemal Sezer (20.) hätten die Gäste in Führung bringen müssen. Taten sie aber nicht und das hätte sich beinahe gerächt.
Chemies Julius Hoffmann (22.) brach zentral durch die Verteidigung durch, schüttelte Max Somnitz sowie Sonny Ziemer ab, unterlag dann allerdings im Eins-gegen-eins Lucas Hiemann.
Der erneut glänzend aufgelegte Keeper behielt auch bei Stanley Ratifos Kopfball (25.) die Oberhand. Änderte dennoch nichts daran, dass beide Abschlüsse zwingend reinmussten. Insofern war es ein Tanz auf der Rasierklinge, den die Schmitt-Elf defensiv vollführte.
Die Schwäne danach etwas mehr spielbestimmend, aber wiederholt hintendrin ohne den nötigen Zugriff. Glück für Zwickau: Als Julian Weigel (45.+2.) den Freistoß aus dem linken Halbfeld ins Tor verlängerte, hob der Linienrichter etwas verspätet die Abseitsfahne.
Lukas Eixler tütet Zwickauer Sieg in der Nachspielzeit ein
Da musste nach dem Seitenwechsel etwas mehr kommen und wie auf Bestellung lieferten die Westsachsen ab. Startsev mit der Balleroberung nach Florian Horenburgs verunglücktem Abschlag und der Weiterleitung auf Lukas Eixler, dessen Flanke punktgenau zu Cezer (53.) am Fünfer kam - 1:0 für den FSV.
Eigentlich eine optimale Ausgangslage für die restliche Spielzeit angesichts der immer schlechter werdenden Platzverhältnisse auf dem tiefen Geläuf. Wenn nur heute defensiv nicht so der Schlendrian drin gewesen wäre.
Beim langen Schlag auf Ratifo klammerte Senkbeil etwas unbeholfen, sodass Franziska Wildfeuer ohne zu zögern auf den Punkt zeigte. Der gefoulte Ratifo (70.) selbst trat an und verlud Hiemann zum 1:1.
Wenn man sich vor Anpfiff so umhörte, wären die Chemiker mit selbigem Resultat als Endstand zufrieden gewesen. Für Zwickau konnte das dagegen keinesfalls gelten und so warfen die Schwäne nochmal alles nach vorn. Sonny Ziemer (72.) und Sezer (74.) scheiterten an Horenburg.
Und dann die dritte Minute der Nachspielzeit. Theo Martens mit der Ecke von links, die durch den Strafraum auf den Spann von Eixler segelte, der den Ball satt traf und unter die Latte nagelte. Damit feiert der FSV den ersten Auswärtssieg seit Mitte September.
Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

