Der dienstälteste Trainer der Regionalliga Nordost geht von Bord - wechselt er zu diesem Liga-Rivalen?
Luckenwalde - Dieser Abgang reißt schon jetzt eine riesige Lücke! Michael Braune (39), dienstältester Trainer der Regionalliga-Nordost beim FSV Luckenwalde, wird den Klub am Saisonende verlassen.
Der 39-Jährige teilte am Freitagabend über seinen Noch-Verein mit: "Bei mir ist in den letzten Monaten der Entschluss gereift, dass ich für meine persönliche Weiterentwicklung ein neues Umfeld benötige. [...] Selbst in schwierigen Zeiten habe ich jederzeit den maximalen Rückhalt in meine Person gespürt. Ich habe es wirklich geliebt, jeden Tag ins Seele zu kommen und mein Bestes für meinen Heimatverein zu geben."
Braune wird aller Voraussicht nach mit Abschluss der Spielzeit fünf Jahre Trainer der Brandenburger gewesen sein. Mit einem historisch nie dagewesenen Erfolg!
Denn, dass das kleine Luckenwalde (21.000 Einwohner, Landkreis Teltow-Fläming) überhaupt in der sechsten Saison hintereinander im Konzert der Großen mitspielt, ist eine Riesen-Leistung und in der Vereinsgeschichte einmalig.
Braune, einst selbst Luckenwalde-Spieler, gilt als der Baumeister des Erfolgs, macht mit akribischer Arbeit strukturelle Nachteile wett. Erst vor drei Jahren konnte der Klub überhaupt auf semiprofessionellen Fußball umstellen, trainiert jetzt auch vormittags. Viele Spieler laufen für einen kleinen Taler vor den Toren Berlins auf, ziehen Spielpraxis dem schnellen Geld vor.
Dennoch ärgerte Luckenwalde immer wieder die Großen und rangierte zur Winterpause der "kleinen Champions League des Ostens" vor Traditionsvereinen wie Babelsberg 03, dem BFC Dynamo oder Chemie Leipzig.
SV Babelsberg 03 könnte der neue Arbeitgeber von Michael Braune heißen
Ein Erfolg, der eng mit dem Namen Michael Braune verbunden ist und in der Szene registriert wurde.
Dem Vernehmen nach hatten mehrere Klubs Braune auf dem Zettel, der frühzeitig eine Zukunftsentscheidung getroffen haben soll und damit auch seinem Noch-Verein reinen Wein einschenkt.
Präsident Dirk Heinze (59): "Natürlich haben wir diese Entscheidung von Micha zu akzeptieren, auch wenn uns die Trennung sehr schwerfallen wird. [...] Wir sind Micha unheimlich dankbar für die geleistete Arbeit! Ich sehe heute einen stabilen Verein mit klarer sportlicher Ausrichtung. Ich bin mir sicher, dass uns der Übergang und die Nachfolge als Gemeinschaft gelingen wird."
Für Braune, der hauptberuflich bisher bei einem Flugzeugbauer arbeitet, könnte sich ab Sommer das nächste Kapitel bei einem Brandenburger Rivalen eröffnen: Wie TAG24 aus Branchenkreisen erfuhr, wird Braune beim SV Babelsberg 03 ganz heiß gehandelt.
Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

