Elf Ex-Cottbuser in Greifswald: Karims Rasselbande überfällt die Regionalliga Nordost

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Greifswald - Es war das Dauerthema der Sommerpause: Gefühlt täglich stellte der Greifswalder FC einen Ex-Cottbuser nach dem anderen vor. Vier Spieltage nach dem Saisonstart lässt sich feststellen: Die Rasselbande von Neutrainer Alain Karim (39) und Sportchef Matthias Rahn (36) mischt die Regionalliga Nordost auf!

Trainer Alain Karim (39) jubelt, sein Team spielt in den ersten Wochen der Saison groß auf.
Trainer Alain Karim (39) jubelt, sein Team spielt in den ersten Wochen der Saison groß auf.  © Picture Point/ Sven Sonntag

Mit Janis Juckel (22), Colin Kroll-Thiel, Felix Schubart, Musa Alkan, Michael Sternberg, Joel Awuah (alle 19) und Lennox Bohnenstädt (17) nahmen Karim und Rahn sieben Jungs direkt oder auf Umwegen aus Cottbus mit.

Fast alle schlugen sofort ein. Juckel, Kroll-Thiel und Sternberg stiegen sofort zu Stammkräften auf, hinzu kommt mit Edgar Kaizer (22) ein weiterer Ex-Energieler, der seit einer Saison am Greifswalder Bodden kickt.

Sein Teamkollege aus der Vorsaison und der Jugend Theo Harz (22) ist derzeit verletzt.

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Auch ohne sein Mitwirken hat Karims Rasselbande in der Liga für Staunen gesorgt. Viele Experten hatten im Vorfeld mit gehörigen Zweifeln den neuen Kurs begutachtet.

Greifswalder FC lebt vom Teamspirit und Überfallfußball

Janis Juckel (22, r.) hat sich als Mittelfeldmotor festgespielt.
Janis Juckel (22, r.) hat sich als Mittelfeldmotor festgespielt.  © Picture Point/ Sven Sonntag
Auch Michael Sternberg (19, r.) hat sich einen Stammplatz erarbeitet.
Auch Michael Sternberg (19, r.) hat sich einen Stammplatz erarbeitet.  © Picture Point/ Sven Sonntag

Karim hat es geschafft, in Windeseile aus 20 neuen Gesichtern eine Einheit zu formen, die in der Vorbereitung auch außerhalb des Platzes viel unternahm: Wasserski, Fußballgolf, Beachvolleyball kamen im neuen Team gut an.

"Das ist den Jungs total positiv zuzusprechen. Die ganze Haltung, der ganze Teamspirit ist deutlich zu erkennen für eine Truppe, die so frisch zusammengekommen ist", so Karim bei OSTSPORT.TV.

Darüber hinaus impfte der A-Lizenz-Inhaber seinem Team ein klares Spielsystem ein. Mit Überfallfußball schockte der GFC schon so einige Gegner der Liga, die meisten der zehn Tore fielen nach Kontern.

Staffelfavorit Altglienicke deckte als erster Kontrahent kleinere Greifswalder Defensivschwächen auf.

Colin Kroll-Thiel sticht von den Neuzugängen heraus

Colin Kroll-Thiel (19) ist der Shootingstar der Rasselbande.
Colin Kroll-Thiel (19) ist der Shootingstar der Rasselbande.  © IMAGO / Leo

Von den vielen jungen Wilden sticht Kroll-Thiel, dessen Wechsel aus Cottbus zum VfB Stuttgart seinerzeit Störgeräusche begleiteten, heraus. Der junge Stürmer läuft oft richtig ein und ist vor dem Tor eiskalt, in jedem der vier Spiele traf er einmal.

Wie nahezu alle seiner ehemaligen Cottbuser Mitspieler inklusive Karim und Rahn hat auch Kroll-Thiel langfristig unterschrieben, Greifswald möchte etwas aufbauen - und hat in der Kürze der Zeit ein offenbar stabiles Fundament gelegt.

Dass der GFC nach vier Spielen sieben Punkte auf dem Konto hat, hatten nur wenige den Norddeutschen zugetraut. Zumal in Halle, Zwickau und Altglienicke drei Aufstiegskandidaten zu den Auftaktgegnern zählten.

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Nach der ersten GFC-Niederlage gegen die VSG Altglienicke (1:3) stellte Karim zufrieden fest: "Wenn uns das irgendwer vorhergesagt hätte, hätten wir das auf jeden Fall unterschrieben. Deswegen können wir stolz sein und dem Prozess die nötige Geduld zollen."

Titelfoto: Bildmontage: IMAGO / Leo; PICTURE POINT/ Sven Sonntag;

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