Regionalligist spricht sich für Ausschluss der eigenen Fans aus!
Lübeck - Das hört man auch nicht alle Tage: Der VfB Lübeck hat vor seinem kommenden Auswärtsspiel in der Regionalliga einen Ausschluss der eigenen Fans beschlossen.
Wie der Klub am Donnerstag mitteilte, sei den Verantwortlichen des Gegners FSV Schöningen vor dem Duell am Freitag (18.30 Uhr) empfohlen worden, den Gästeblock nicht zu öffnen.
"Der FSV Schöningen ist dieser Empfehlung gefolgt und wird dementsprechend vor Ort weder einen Gästeblock noch eine Tageskasse anbieten. Eine Anreise aus Lübeck nach Schöningen ist daher zwecklos", erklärten die VfB-Verantwortlichen.
Die Entscheidung ist eine direkte Folge aus den Vorfällen beim jüngsten Heimspiel der Lübecker gegen die zweite Mannschaft des HSV. Bei diesem waren in der vergangenen Woche durch Pyrotechnik und eine Massenschlägerei im Anschluss neun Menschen verletzt worden.
"Nach Abpfiff der Partie kam es im Bereich des Stadionumfelds (...) zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Fangruppierungen. Dabei wurden mehrere Personen verletzt, darunter auch unbeteiligte Zuschauer", hieß es in einem Statement des Klubs.
VfB Lübeck verurteilt Vorfälle beim jüngsten Heimspiel scharf
Der Regionalligist verurteilte die Vorfälle auf das Schärfste: "Es ist für uns nicht akzeptabel, dass unbeteiligte Fans zu Schaden kommen, dass das Stadionerlebnis beeinträchtigt wird oder sich Besucherinnen und Besucher in oder rund um die Lohmühle nicht sicher fühlen können."
Ein Fußballspiel müsse für alle Beteiligten jederzeit sicher und friedlich sein. "Der VfB Lübeck distanziert sich ausdrücklich von jeglicher Form von Gewalt", unterstrichen die Verantwortlichen.
Der Vereine stehen im engen Austausch mit den zuständigen Behörden und habe seinerseits Strafanzeige gestellt. "Die Verantwortlichen sind unmittelbar nach den Vorkommnissen in eine umfassende Aufarbeitung eingestiegen, die gegenwärtig auch noch nicht abgeschlossen ist."
Vor diesem Hintergrund entschied sich der Verein nun dazu, die eigenen Fans vom nächsten Spiel auszuschließen.
Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

