Dresdner Weltenbummler ist jetzt Bundesliga-Trainer

Köln/Dresden - Er ist nach Matthias Sammer (58) erst der zweite gebürtige Dresdner, der einen Bundesligaklub trainiert: René Wagner (37). Er soll den 1. FC Köln vor dem Abstieg retten, folgt auf Lukas Kwasniok (44). Der 37-Jährige gilt als Weltenbummler, blieb als Spieler selten länger als ein Jahr bei einem Verein.

René Wagner (37) ist der neue Coach des 1. FC Köln.
René Wagner (37) ist der neue Coach des 1. FC Köln.  © dpa/Marius Becker

Wagner wurde am 17. Juli 1988 in Dresden geboren, verbrachte bis 2007 seine Jugend bei Borea Dresden.

Dann ging er auf Wanderschaft: SV Eschwege (2007/08), Torgelower SV (2008/09), VfB Oldenburg (2009 - 2011), Dynamo Dresden II (2011/12), Pacific Sharks (Hawaii, 2012/2013), VFC Plauen (2013/2014), Wacker Nordhausen (Hinrunde 2014/15), Bischofswerdaer FV (Rückrunde 2014/15) und dann über ein Stipendium für ein Studium der Wirtschaftswissenschaften nochmal zwei Jahre zu den Pacific Sharks.

Dort beendete der Sachse 2017 seine Karriere.

René Wagner (l.) im Trikot der Zweiten von Dynamo im Oberligaspiel am 10. März 2012 in Zwickau.
René Wagner (l.) im Trikot der Zweiten von Dynamo im Oberligaspiel am 10. März 2012 in Zwickau.  © imago/Kruczynski

René Wagner sammelte viele Jahre lang Co-Trainer-Erfahrung

Für den VFC Plauen bestritt René Wagner 25 Spiele in der Regionalliga.
Für den VFC Plauen bestritt René Wagner 25 Spiele in der Regionalliga.  © Imago

Und startete gleichzeitig eine neue. Bei den Haien wurde er am College Co-Trainer. In den folgenden Jahren war er das auch bei Palm Beach Utd und den Barry Bucs. Eine Agentur lotste ihn nach Florida, er war Co-Trainer in der Miami Academy.

Dort lernte er die Familie von Tiger Woods (50) kennen, dessen Sohn in der Academy spielt, und auf seinem Heimweg von der Arbeit auch den Nachwuchsleiter von Inter Miami. Jenem Klub, der David Beckham (50) gehört und Superstar Lionel Messi (38) unter Vertrag hat.

Von Miami ging es zum SC Paderborn. Er folgte ab 2020 Steffen Baumgart (54), war unter ihm Co-Trainer beim SCP, beim 1. FC Köln, dem Hamburger SV und Union Berlin. Im Sommer ging er mit Lukas Kwasniok zurück nach Köln.

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Am Montag beerbte er ihn als Cheftrainer. Zum ersten Mal steht der Dresdner somit in vorderster Front. Und vielleicht wird er jetzt dort sesshaft.

Titelfoto: Bildmontage: dpa/Marius Becker, IMAGO/Kruczynski

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