FC-Köln-Wunderkind Said El Mala: Hype ist "zusätzlicher Antrieb"

Köln - Mit zehn Toren und vier Vorlagen in 28 Spielen ist Said El Mala (19) der absolute Shootingstar beim 1. FC Köln. Vom Hype um seine Person will sich der Teenie aber nicht anstecken lassen.

Vom Aussortierten zum Hoffnungsträger einer ganzen Stadt: Said El Mala (19) hat einen kometenhaften Aufstieg hinter sich.  © Uwe Anspach/dpa

Bundesliga-Debüt, Aufstieg zum Publikumsliebling, Berufung in die deutsche A-Nationalelf - für El Mala geht es seit dem vergangenen Sommer Schlag auf Schlag.

Der ganze Rummel sei für ihn "etwas völlig Neues", verrät der 19-Jährige nun im Interview mit dem FC-Fan-Magazin GeißbockEcho. "Man bekommt es natürlich mit und kann es nicht ganz ausblenden."

Ausbremsen lassen von den hohen Erwartungen, die ganz Fußball-Deutschland in ihn steckt, will er sich aber keinesfalls - im Gegenteil: "Für mich ist das ein zusätzlicher Antrieb. Ich weiß: Die Leute stehen hinter mir, pushen und motivieren mich", betont der Dribbler. 

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Zumal es vor ein paar Jahren noch gar nicht absehbar war, dass er es überhaupt so weit bringen würde. In der Jugend wurde er aus dem Nachwuchs von Borussia Mönchengladbach aussortiert und hatte seinen Traum vom Profi-Fußball eigentlich schon aufgegeben.

Das habe ihm auf lange Sicht aber eher geholfen als geschadet, ist sich El Mala inzwischen sicher: "Es hat mir vermittelt, niemals aufzugeben. […] Das Leben oder der Traum ist nicht vorbei, wenn man aussortiert wird."

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Said El Mala über seinen Bruder: "Malek ist mein Anker!"

Zuletzt lief Said El Mala für die deutsche U21-Auswahl gegen Griechenland auf.  © Yorgos Karahalis/dpa

Ob der 19-Jährige, der aktuell Top-Scorer beim Aufsteiger ist, auch in der kommenden Saison das FC-Trikot tragen wird, ist zwar noch ungewiss. Die Gerüchte um seine sportliche Zukunft blendet El Mala bislang aber komplett aus. Stattdessen spreche er viel mit seiner Familie und mit Bruder Malek (21), der ebenfalls beim FC unter Vertrag steht und für die U21 auf Torejagd geht. 

Letzterer ist es auch, der dem 19-Jährigen auch in schwierigen Phasen immer wieder sagt, "dass ich mir nicht zu viel Kopf machen, sondern einfach so spielen soll wie immer. Also: Kopf ausschalten und einfach Freude haben an dem, was man macht."

Nur so schaffe er es, trotz des Hypes den Fokus nicht zu verlieren und sich voll auf die Aufgabe in Köln zu konzentrieren. 

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Überhaupt spiele der zwei Jahre ältere Malek eine ganz besondere Rolle in seinem Leben, verrät der Youngster: "Malek ist mein Anker, ich kann immer zu ihm gehen. […] Wir reden täglich miteinander, wohnen zusammen, haben die gleichen Freunde. Wir haben eine besonders starke Bindung - wie zwei aneinander geklebte Teile, die sich nicht trennen lassen."

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