FC-Neuzugänge sprechen kein Deutsch: So sollen sie trotzdem erfolgreich integriert werden
Kitzbühel/Köln - Fünf externe Neuzugänge hat sich der 1. FC Köln im Sommer bislang gesichert, bis auf den Georgier Luka Lochoshvili (28) hat keiner davon bislang in Deutschland gekickt. Die zunehmende Internationalisierung der Geißböcke ist bei der Mannschaft aber kein großes Thema.
Zwar merke man im Alltag, dass inzwischen mehr und mehr auf Englisch kommuniziert wird. Es sei aber spannend zu sehen, "wenn Spieler aus anderen Kulturen und Ländern zusammenkommen", meint Abräumer Tom Krauß (25). Für ihn sei ohnehin der Teamerfolg das Wichtigste "und da ist es egal, ob der Spieler Deutsch oder Englisch spricht."
Aus seiner Zeit bei Luton Town in England weiß der 25-Jährige aber auch, wie schwer es sein kann, in ein neues Land zu ziehen und dort anzukommen. "Aber wenn man gut aufgenommen wird, kann es schnell in eine positive Richtung gehen. Da ist es die Aufgabe von uns Spielern, die schon da waren, die Neuen gut zu integrieren, damit sie sich wie zu Hause fühlen", meint Krauß.
Hauptverantwortlich dafür ist natürlich Kapitän Marvin Schwäbe (31) mit seiner langjährigen Erfahrung im In- und Ausland. "Aber das ist nicht nur ein Spieler, das sind mehrere", so Krauß, der ergänzt: "Ich bin zwar erst ein Jahr da, versuche aber dennoch auch mitzuhelfen."
Daneben sollen Teamevents die Eingewöhnung erleichtern und die Mannschaft weiter zusammenschweißen - inklusive des einen oder anderen Spaßes. So mussten die Neuzugänge am Montagabend etwa einen Song vor dem Team zum Besten geben.
"Sie konnten wählen zwischen einem kölschen und einem englischen Lied. Die Mehrheit hat, glaube ich, die kölschen Lieder genommen", erzählt der 25-Jährige. "Das sind dann genau die Momente, wo die Neuen ankommen und lockerer werden."
Daran hat der 1. FC Köln im Trainingslager in Kitzbühel gearbeitet
Die Zeit im Trainingslager in Kitzbühel bewertet der Abräumer derweil auch sportlich positiv. Man habe viel für das Spiel gegen den Ball gearbeitet, nachdem in den ersten Wochen noch vermehrt das eigene Offensivspiel trainiert wurde. Hinzu kamen natürlich "ein paar intensive Laufeinheiten, damit wir gewappnet sind für die neue Saison", so Krauß.
Zwar sei auch jetzt noch nicht alles perfekt. "Aber wir haben auch noch dreieinhalb Wochen Zeit", weiß der 25-Jährige. Dann trifft der FC zum Pflichtspielauftakt im DFB-Pokal auf Drittliga-Aufsteiger Würzburger Kickers.
Titelfoto: Federico Gambarini/dpa
