Polizei schickt Großaufgebot zum Derby: Ultras ausgesperrt, Demo sorgt für Chaos

Von Carsten Lappe

Köln - Schon mehrere Tage vor dem brisanten Rheinderby 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach ist Ultras beider Clubs ein Besuch des Hochsicherheitsspiels untersagt worden.

Laut Polizei ist im Rahmen des Rheinderbys zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach wieder mit rund 500 gewaltbereiten Fans zu rechnen. (Symbolbild)  © Rolf Vennenbernd/dpa

20 Personen dürfen nach Angaben der Polizei Köln das Stadiongelände nicht betreten. Insgesamt erwartet die Sicherheitsbehörde dennoch rund 500 gewaltbereite Personen aus beiden Fanlagern. Diese wolle man "besonders im Blick behalten".

Mehr als 1400 Beamte sollen rund um das Fußball-Bundesligaspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) im Einsatz sein. Die Rivalität beider Clubs ist seit den 1970er-Jahren riesig.

Diesmal kommt die sportliche Brisanz hinzu: Beide Vereine stecken im Kampf gegen den Abstieg. Der Druck für Köln ist dabei noch größer.

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Zuletzt hatten die Innenminister Nordrhein-Westfalens, Herbert Reul (73), und Sachsens, Armin Schuster (64, beide CDU), indirekt damit gedroht, den Clubs künftig Rechnungen für solche Polizeieinsätze zu schreiben.

Dies sei ein Mittel, wenn insbesondere der Deutsche Fußball-Bund und die Deutsche Fußball Liga aus ihrer Sicht weiterhin zu zaghaft beim Thema Stadionsicherheit seien.

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Auch Demonstration in Köln bindet Polizeikräfte

Seit dem 1. Januar 2022 verantwortet Philipp Türoff (49) die Bereiche Finanzen und Administration beim 1. FC Köln.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Kölns Geschäftsführer Philipp Türoff (49) wies "pauschale Drohungen" als aus seiner Sicht nicht zielführend zurück.

"Sie stellen nachweisbar keinen wirksamen Hebel für mehr Sicherheit dar, sondern riskieren, die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Clubs und Behörden zu untergraben", sagte er dem "kicker".

Neben dem Derby werden die Einsatzkräfte am Samstag auch durch eine parallele Demonstration gegen Rassismus in der Stadt belastet, zu der rund 10.000 Menschen erwartet werden.

1. FC Köln Derby-Kracher im Abstiegskampf: FC-Star Martel warnt vor enormer Brisanz

Die Polizei rechnet mit einem Verkehrschaos, es soll zahlreiche Straßensperrungen in der Stadt geben.

Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 26 93:25 67
2 Borussia Dortmund 26 55:26 58
3 TSG 1899 Hoffenheim 26 54:34 50
4 VfB Stuttgart 26 51:34 50
5 RB Leipzig 26 48:35 47
6 Bayer 04 Leverkusen 26 49:33 45
7 Eintracht Frankfurt 26 49:49 38
8 SC Freiburg 26 37:43 34
9 1. FC Union Berlin 26 31:42 31
10 FC Augsburg 26 31:45 31
11 Hamburger SV 26 29:37 30
12 Borussia Mönchengladbach 26 30:43 28
13 1. FSV Mainz 05 26 31:41 27
14 1. FC Köln 26 35:44 25
15 SV Werder Bremen 26 29:47 25
16 FC St. Pauli 26 23:42 24
17 VfL Wolfsburg 26 35:56 21
18 1. FC Heidenheim 26 24:58 14

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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