Köln - Der 1. FC Köln hat bei der dringenden Suche nach einem Sechser offenbar beim VfL Wolfsburg angeklopft - und sich dabei einen Korb abgeholt.
Am Geißbockheim wird seit Wochen händeringend nach einem Nachfolger für Eric Martel (24) gefahndet. Der Mittelfeldmotor hat sich nach Ablauf seines Vertrags ablösefrei dem 1. FSV Mainz 05 angeschlossen. Seitdem ist die Position unbesetzt.
In den vergangenen Wochen galt vor allem Ex-FC-Kicker Ellyes Skhiri (31) als Favorit. Der tunesische Mittelfeldspieler und Martel hatten in der Saison 2022/23 noch in Köln zusammengespielt. Eine Rückkehr scheint aktuell vom Tisch.
Stattdessen traten die FC-Verantwortlichen rund um Sportchef Thomas Kessler (40) wohl an den VfL Wolfsburg heran, wie der "Kicker" berichtet. Das Objekt der Begierde: Vinicius Souza. Nach Informationen des Fußball-Fachmagazins biss der Domstadt-Klub dabei aber auf Granit.
Laut dem Bericht sollen die Geißböcke dem Bundesliga-Absteiger aus der Autostadt für die Dienste des 27-jährigen Brasilianers ein Leihgeschäft mit Kaufoption unterbreitet haben. Dieses sei vom VfL allerdings abgelehnt worden.
Sportboss Kessler unter Zugzwang: Auch Edson Alvarez wohl zu teuer
Souza war im vergangenen Sommer für 15 Millionen Euro von Sheffield United zum Top-Favoriten auf den Bundesliga-Aufstieg gewechselt, erlebte dort aber eine Saison zum Vergessen. Lange Zeit wurde der Abräumer auf einer ihm fremden offensiveren Position eingesetzt.
In den Zweitliga-Planungen von Trainer Tobias Strobl (38) spielt der Südamerikaner eine gewichtige Rolle, gilt auf der Sechser-Position als gesetzt, um die Mission "sofortiger Wiederaufstieg" in Angriff zu nehmen.
Eine Ablösesumme in Höhe von 15 Millionen Euro, bei welcher der VfL eventuell schwach werden könnte, ist vonseiten der Kölner nicht zu erwarten. Auch eine Verpflichtung von Alternativ-Kandidat Edson Alvarez (28, West Ham United) scheint aus finanziellen Gründen in weiter Ferne zu liegen.
Am Freitagmittag traf der 1. FC Köln zum Abschluss des Trainingslagers in Kitzbühel (Österreich) auf Zweitligist Hertha BSC. Endstand: 2:2. Ragnar Ache und Marius Bülter markierten die Treffer für den Bundesligisten.
Tabelle 1. Bundesliga
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
FC Bayern München | 34 | 122:36 | 89 | |
| 2 |
|
Borussia Dortmund | 34 | 70:34 | 73 | |
| 3 |
|
RB Leipzig | 34 | 66:47 | 65 | |
| 4 |
|
VfB Stuttgart | 34 | 71:49 | 62 | |
| 5 |
|
TSG 1899 Hoffenheim | 34 | 65:52 | 61 | |
| 6 |
|
Bayer 04 Leverkusen | 34 | 68:47 | 59 | |
| 7 |
|
SC Freiburg | 34 | 51:57 | 47 | |
| 8 |
|
Eintracht Frankfurt | 34 | 61:65 | 44 | |
| 9 |
|
FC Augsburg | 34 | 45:61 | 43 | |
| 10 |
|
1. FSV Mainz 05 | 34 | 44:53 | 40 | |
| 11 |
|
1. FC Union Berlin | 34 | 44:58 | 39 | |
| 12 |
|
Borussia Mönchengladbach | 34 | 42:53 | 38 | |
| 13 |
|
Hamburger SV | 34 | 40:54 | 38 | |
| 14 |
|
1. FC Köln | 34 | 49:63 | 32 | |
| 15 |
|
SV Werder Bremen | 34 | 37:60 | 32 | |
| 16 |
|
VfL Wolfsburg | 34 | 45:69 | 29 | |
| 17 |
|
1. FC Heidenheim | 34 | 41:72 | 26 | |
| 18 |
|
FC St. Pauli | 34 | 29:60 | 26 | |
Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.