30 gegen 4 in Ost-Berlin: Vermummte Union-Hooligans ziehen Hertha-Teenies ab

Berlin - Fieser Fan-Zoff in Berlin-Prenzlauer Berg! Ein Mob mutmaßlicher Union-Fans soll am Freitagabend vier jugendliche Anhänger von Hertha BSC bedroht und beraubt haben.

Die Polizei entdeckte die Verdächtigen an der Schönhauser Allee. (Archivbild)
Die Polizei entdeckte die Verdächtigen an der Schönhauser Allee. (Archivbild)  © Jörg Carstensen/dpa

Laut Polizei waren die Teenies im Alter zwischen 14 und 15 Jahren gegen 19.15 Uhr vor dem U-Bahnhof Schönhauser Allee in der Greifenhagener Straße unterwegs, als plötzlich eine Gruppe von bis zu 30 Personen auftauchte und sie umringte.

Einige der vereinzelt maskierten Männer sollen Kleidung oder Anstecker getragen haben, die sie als Fans des Bundesligisten 1. FC Union Berlin erkennbar machten.

Die Situation eskalierte schnell: Mehrere Männer sollen die vier Teenager Schlägen und Tritten angedroht und verlangt haben, ihre Rucksäcke oder deren Inhalte herauszurücken.

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Nach Angaben der Polizei wurde einem der 14-Jährigen schließlich ein Rucksack mit Hertha-BSC-Aufdruck vom Rücken gerissen.

Doch damit nicht genug: Die Angreifer sollen den Jugendlichen auch gedroht haben, den Bereich rund um die Schönhauser Allee künftig nicht mehr zu betreten.

Die Herthaner flüchteten zum Einkaufszentrum "Schönhauser Allee Arcaden" und meldeten den Vorfall dort der Polizei. Einsatzkräfte fahndeten in der Umgebung und stellten wenig später eine Gruppe von elf Männern im Alter zwischen 16 und 21 Jahren.

Acht von ihnen trugen laut Polizei Fanartikel von Union Berlin. Ob die Gruppe tatsächlich mit dem mutmaßlichen Überfall zu tun haben, wird nun von einem Raubkommissariat ermittelt.

Titelfoto: Jörg Carstensen/dpa

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