Po-Pech, Rot und ohne Power: Bremen schickt Union zurück in den Abstiegskampf

Berlin - Union ist wieder im Abstiegskampf! Die Eisernen haben ihr Heimspiel gegen Werder Bremen verdient mit 1:4 (1:2) verloren. Während die Bremer die nächsten Big Points im Keller sammeln, ziehen sie auch die Köpenicker unten mit rein. Der Abstand zum Relegationsrang beträgt nur noch vier Punkte.

Ex-Herthaner Niklas Stark zieht zu lange am Trikot von Unions Ilyas Ansah (r.)  © Soeren Stache/dpa

Zu zehnt fehlte den Eisernen der Biss, doch auch vor dem Platzverweis machte Werder den besseren Eindruck, dann aber überschlugen sich die Ereignisse. Niklas Stark hielt sich zu lange an Ilyas Ansah fest. Erst außerhalb, dann aber auch innerhalb des Strafraums. Schiedsrichter Timo Gerach zeigte auf den Punkt - Elfmeter.

Nach Querfelds Wackel-Elfer übernahm diesmal Derrick Köhn und verwandelte sicher.

Nur eine Minute später aber entsetzte Gesichter bei Rani Khedira und Co. Andras Schäfer trat Jens Stage eindeutig auf den Fuß, erwischte aber auch noch leicht das Schienbein. Gerach zückte die Rote Karte. Eine harte Entscheidung.

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Union musste fortan 70 Minuten in Unterzahl agieren. Werder übernahm sofort die Kontrolle, ging aber wieder einmal verschwenderisch mit den Gelegenheiten um. Ein Traumtor von Olivier Deman brachte Werder wieder zurück. Der Linksverteidiger setzte die Kugel sehenswert ins Dreiangel.

Der Bann war gebrochen. Nach einer Ecke war diesmal Jens Stage zur Stelle. Innerhalb von vier Minuten drehte Werder das Spiel.

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Großer Jubel nach dem Traumtor von Olivier Deman.  © Soeren Stache/dpa

Union zu zehnt gegen Bremen ohne Chance

Andras Schäfer sieht Rot.  © Soeren Stache/dpa

Die Gäste machten auch nach dem Seitenwechsel weiter, verpassten aber den dritten Treffer. Stage traf nur den Innenpfosten. Zuvor verfehlte Puertas nur knapp den Kasten.

Die sonst heimstarken Unioner kamen mit den abstiegsgefährdeten Gästen überhaupt nicht klar, dann kam auch noch Pech dazu. Sie schenkten sich das dritte Gegentor quasi selber ein.

Eine eigentlich harmlose Flanke machte Union nochmal scharf. Von Jeongs Po landete der Ball direkt vor den Füßen von Schmid, der sofort auf Marco Grüll ablegte. Er musste nur noch einschieben. Ex-Hertha-Talent Patrice Covic machte die Klatsche schließlich perfekt.

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Bremen feiert damit einen hochverdienten Auswärtssieg und schickt Union zurück in den Abstiegskampf. Die Eisernen haben nur noch vier Punkte Rückstand auf den Relegationsrang.

Statistiken zum Spiel Union Berlin gegen Werder Bremen

1. FC Union Berlin - Werder Bremen 1:4 (1:2)

1. FC Union Berlin: Rönnow - Doekhi, Querfeld, Nsoki (82. Burke) - Haberer (82. Trimmel), Kemlein (63. Jeong), Köhn - Khedira, Schäfer - Ilic, Ansah (70. Skarke)
Werder Bremen: Backhaus - Sugawara (90.+2 Schmidt), N. Stark (46. Malatini), Friedl, Deman - Grüll (82. Njinmah), Stage, Lynen, Puertas, R. Schmid (90.+2 Covic) - Topp (46. Bittencourt)

Schiedsrichter: Timo Gerach (Landau in der Pfalz)

Zuschauer: 22012 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Köhn (18./Foulelfmeter), 1:1 Deman (31.), 1:2 Stage (35.), 1:3 Grüll (66.), 1:4 Covic (90.+4)

Gelbe Karten: Querfeld (5) / N. Stark (4), Topp (4), Malatini (3)

Rote Karten: Schäfer (19./grobes Foulspiel) / -

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Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 25 92:24 66
2 Borussia Dortmund 25 53:26 55
3 TSG 1899 Hoffenheim 25 53:33 49
4 VfB Stuttgart 25 50:34 47
5 RB Leipzig 25 48:34 47
6 Bayer 04 Leverkusen 25 48:32 44
7 Eintracht Frankfurt 25 48:49 35
8 SC Freiburg 25 37:42 34
9 FC Augsburg 25 31:43 31
10 Hamburger SV 25 28:36 29
11 1. FC Union Berlin 25 30:42 28
12 Borussia Mönchengladbach 25 28:43 25
13 SV Werder Bremen 25 29:45 25
14 1. FC Köln 25 34:43 24
15 1. FSV Mainz 05 25 29:41 24
16 FC St. Pauli 25 23:40 24
17 VfL Wolfsburg 25 34:55 20
18 1. FC Heidenheim 25 24:57 14

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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