Schwere Beine oder zu wenig Training? Union im sechsten Test erneut ohne Sieg

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Berlin - "Endstand: 2:2 gegen Cagliari. Geile Aufholjagd nach 0:2-Rückstand. Das hat mal wieder richtig Laune gemacht. Und genau dafür sind Testspiele da: ausprobieren, lernen, besser werden – auch alles in einem Spiel", schrieb Union Berlin abschließend im eigenen Liveticker zum Test gegen Cagliari Calcio am Sonntag. Ganz so geil war es aber lange Zeit nicht.

Keeper Fritz Gagzow (17) (M.) war in letzter Sekunde mit einer Monsterparade zur Stelle.
Keeper Fritz Gagzow (17) (M.) war in letzter Sekunde mit einer Monsterparade zur Stelle.  © imago/Jan Huebner

Nur 24 Stunden nach dem 1:2 beim Zweitligisten Dynamo Dresden blieben die Eisernen auch das sechste Spiel der Vorbereitung in Folge sieglos.

Dieses Mal durften fast 70 Minuten die Mann ran, die tags zuvor in den letzten 20 Minuten spielten. Die zehn - außer Keeper Fritz Gagzow (17) - mit Stammplatzpotenzial dagegen kamen in Minute 83 und starteten die Aufholjagd.

Ilyas Ansah (85./90.+1) glich per Doppelpack die 2:0-Führung (49. Yael Trepy, 67. Paul Mendy) des italienischen Erstligisten aus. In einer äußerst spannenden Nachspielzeit hätten beide noch gewinnen können.

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Für die Mentalität durchaus ein gutes Spiel, doch der zweite 90-Minuten-Test binnen 24 Stunden zeigte auch, dass Union die gewünschte Intensität des neuen Trainers durchaus verinnerlichen kann.

"Im Moment haben wir nicht das Team, um auf Ergebnisse zu spielen", gestand Mauro Lustrinelli (50) bei Sky. Nach der Niederlage in Dresden kündigte er aber schon an: "Ich bin zuversichtlich geboren. Es werden in den nächsten Wochen Neue verpflichtet."

Coach Mauro Lustrinelli ist ein Anhänger von Intensität

Ilyas Ansah (21, o.) rettete Union per Doppelpack immerhin noch das Remis.
Ilyas Ansah (21, o.) rettete Union per Doppelpack immerhin noch das Remis.  © imago/Jan Huebner

Positiv bleibt Lustrinelli trotzdem: "Wir haben nicht viele Sachen, aber die wollen wir so gut wie möglich machen. So lange wie möglich unsere Identität auf den Platz bringen. Nächste Woche wird das wieder ein paar Minuten mehr sein."

Für ein wenig Unruhe sorgt die Serie trotzdem. So manch ein Pressevertreter wunderte sich, warum der Schweizer in der Vorbereitung dann nur viermal die Woche trainieren lässt. "Unsere Trainingsmethodik ist sehr intensiv, die Regeneration ist daher sehr wichtig", stellte der 50-Jährige klar.

Und: "Wir wollen intensiv trainieren. Aber Intensität und Volumen gehen nicht gemeinsam. Darum weniger Volumen und mehr Intensität. Wir trainieren daher nur viermal. Dann machen wir eher noch Einheiten in anderen Bereichen."

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Wie erfolgreich das wirklich ist, werden die abschließenden zwei Tests am nächsten Sonntag (15.30 Uhr) gegen Limassol und am 15. August (15.30 Uhr) gegen Ipswich Town zeigen.

Tom Rothe (21) jedenfalls macht sich keine Sorgen: "Wir sind auf halber Strecke, man sieht, dass wir den Spielstil reinkriegen, aber noch ein bisschen was fehlt. Ich mache mir aber keine Gedanken, dass wir das nicht reinkriegen."

Titelfoto: imago/Jan Huebner

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