Transfer-Wirrwarr bei Union: Kral-Wechsel geplatzt?

Berlin - Keine Transferphase ohne Transfer-Wirrwarr in Köpenick: Verging im Sommer bei Union Berlin fast kein Tag ohne Wasserstandsmeldung bei Diogo Leite (27), droht nun der Transfer von Alex Kral (27) tatsächlich zu platzen.

Alex Kral (27, l.) wird am Samstag in Hoffenheim im Union-Kader stehen.  © Swen Pförtner/dpa

Eigentlich war der Abgang doch schon so gut wie sicher. Gegen Dortmund fehlte der Tscheche bereits im Aufgebot. Der Sechser war für Vertragsgespräche freigestellt worden. Sein Ziel: Panathinaikos Athen.

Dem Kicker zufolge sollte die Ablöse eine Million Euro betragen, am Dienstag aber mischte Kral dann schon wieder überraschend beim Training mit.

"Wir haben ihn die Möglichkeit gegeben, sich mit einem anderen Verein zu unterhalten. Das passiert auch im Fußball: Mal geht es gut, mal nicht", erklärte Steffen Baumgart (54) auf der Pressekonferenz.

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In diesem Fall konnten beide Parteien offenbar nicht zueinanderfinden. Die Griechen sollen bereits Alternativen ins Auge gefasst haben.

So wird Kral am Wochenende im Kader stehen, kündigte Baumgart an. Vermutlich auch über den 2. Februar bzw. 6. Februar, das Ende des Transferfensters in Griechenland, hinaus.

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Alex Kral steht gegen Hoffenheim im Kader - und bleibt dann bei Union?

Nur am zweiten Spieltag stand Kral (r.) in Dortmund bislang in der Startelf.  © Federico Gambarini/dpa

"Für uns ist es gut. Wir haben einen Spieler, den wir noch ein halbes Jahr hier haben", deutet der Chefcoach an, dass der Transfer geplatzt sein könnte. "Er wird im Kader sein und die Möglichkeit haben, auch eingesetzt zu werden."

Schon im Sommer kehrte Kral überraschend nach Berlin zurück, nachdem Espanyol Barcelona trotz guter Leistungen in Spanien auf die vereinbarte Kaufoption verzichtet hatte. Viel gespielt hat der 27-Jährige seitdem allerdings nicht. In seinen zehn Einsätzen reichte es nur einmal für die Startelf - am zweiten Spieltag in Dortmund.

Jetzt soll Kral dabei helfen, dass die Eisernen nach dem jüngsten 0:3 gegen den BVB in Hoffenheim wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. "Hoffenheim ist eine der besten Mannschaften im Moment. Wir werden da trotzdem hinfahren, um zu punkten", kündigte der Chefcoach an.

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