Zu viele Stürmer bei Union: Muss Er jetzt wieder gehen?

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Berlin - Acht sind mindestens einer zu viel! Bei Union Berlin gibt es derzeit ein Überangebot im Sturm. Gleich acht Angreifer stehen Neu-Coach Mauro Lustrinelli (50) zur Verfügung: Ilyas Ansah (21), Andrej Ilic (26), Oliver Burke (29), Tim Skarke (29) die Talente Dmytro Bogdanov (19) und Mekhi Gray (18), sowie die beiden Leih-Rückkehrer Marin Ljubicic (24) und Chris Bedia (30).

Sein bislang einziger Treffer: Chris Bedia (30, r.) könnte Union wohl doch wieder verlassen.
Sein bislang einziger Treffer: Chris Bedia (30, r.) könnte Union wohl doch wieder verlassen.  © Andreas Gora/dpa

Letzter durfte beim Test in Jena als einziger Union-Profi 90 Minuten lang zugucken - obwohl der Schweizer Übungsleiter in der zweiten Halbzeit wieder einmal komplett durchgewechselt hat.

Bahnt sich da ein Abgang an? Lustrinelli hielt sich zwar bedeckt, angesprochen auf Bedia ließ er aber durchblicken, dass eine Luftveränderung für den Union-Flop nicht gerade unwahrscheinlich ist: "Es kann sein, dass in den nächsten Tagen etwas auf dem Transfermarkt passiert", sagte der neue Union-Coach laut Berliner Zeitung in der Mixed Zone.

Dass Bedia überhaupt wieder nach Köpenick zurückkehrte, kam für Außenstehende ziemlich überraschend. Noch im März sah alles danach aus, als würde Young Boys Bern die vereinbarte Kaufoption ziehen.

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Daraus wurde dann doch nichts. Trotz starker 17 Tore und vier Vorlagen fand ein Umdenken statt. Bern verzichtete auf einen Transfer, doch einen Neuanfang in der Hauptstadt wird es wohl nicht geben.

Der neue Union-Trainer Mauro Lustrinelli (520, M.) hat was Stürmer angeht viel Auswahl.
Der neue Union-Trainer Mauro Lustrinelli (520, M.) hat was Stürmer angeht viel Auswahl.  © Soeren Stache/dpa

Union Berlin zahlte für Sturm-Flop Chris Bedia einst zwei Millionen Euro

Im Winter 2024 war der 30-Jährige den Köpenickern noch zwei Millionen Euro wert - doch ein Match waren beide Seiten nie. Die Bilanz: nur sieben Spiele und ein Tor. Nach nur einem halben Jahr verlieh Union den Angreifer nach England zu Hull City, um ihn wiederum nach der Hinrunde und ohne Tor zu Young Boys Bern zu verleihen.

In der Schweiz entdeckte er zwar seinen Torinstinkt wieder, eine Zukunft bei den Eisernen hat der Ivorer offenbar dennoch nicht. In Lustrinellis bevorzugtem 4-4-2-System scheint kein Platz zu sein. Die Konkurrenz ist auch ohne neuen Stürmer zu groß - und dass, obwohl Oliver Burke mit nur sechs Toren Unions treffsicherster Stürmer war.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa

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