Bayer Leverkusen nach 0:2 in Piräus unter Druck: "Müssen unbedingt gewinnen"
Leverkusen/Piräus - Der Jahresstart ging für Bayer 04 Leverkusen ordentlich nach hinten los: Nach zwei Niederlagen in der Bundesliga kassierte das Team von Kasper Hjulmand (53) am Dienstagabend bei Olympiakos Piräus in der Champions League eine derbe 0:2-Klatsche.
Für die Gastgeber trafen Costinha (2. Minute) und Mehdi Taremi (45.+1). Vor der letzten Partie in der Ligaphase gegen den FC Villarreal (28. Januar) muss die Werkself damit nun sogar um das Weiterkommen in der europäischen Königsklasse fürchten.
Besonders ärgerlich für Bayer-Coach Hjulmand am Dienstagabend: Wie schon gegen den VfB Stuttgart und die TSG 1899 Hoffenheim kassierte sein Team schon innerhalb der ersten zehn Spielminuten einen Gegentreffer.
"Das ist etwas, das wir wirklich stoppen müssen", betonte der Däne daher nach Schlusspfiff am DAZN-Mikrofon. Seine klare Forderung: "Wir müssen die nächsten beiden Spiele [gegen Werder Bremen und Villarreal, Anm. d. Red.] unbedingt gewinnen. Wir haben uns selbst unter Druck gesetzt."
Dass die Champions-League-Partie im Hexenkessel von Piräus in die Binsen ging, lag dabei unter anderem an der schwachen Chancenverwertung der Gäste.
"Wir haben die Chancen nicht reingemacht. Wir haben manchmal nicht mutig genug gespielt oder die freien Spieler gefunden", analysierte etwa Youngster Ibrahim Maza (20) nach Schlusspfiff und ergänzte: "Dann mussten wir lange Bälle spielen und haben die Duelle um die zweiten Bälle nicht gewonnen. Wir waren nicht bissig genug."
Bayer-Leverkusen-Ersatzkeeper Janis Blaswich will sich nicht unterkriegen lassen: "Müssen nach vorne schauen"
Ersatzkeeper Janis Blaswich (34), der den verletzten Mark Flekken (32) im Bayer-Kasten vertrat, betonte indes, nicht nach einem Schuldigen für die Misere suchen zu wollen.
"Es bringt jetzt nichts, mit dem Finger zu zeigen. Wir müssen uns alle an die eigene Nase fassen und noch mal eine Schippe drauflegen. Wir haben uns hier eine Menge vorgenommen, deswegen ist die Enttäuschung erst einmal sehr groß."
Um den Turnaround zu schaffen und nach den drei Niederlagen zum Jahresauftakt wieder in die Erfolgsspur zu kommen, brauche es nun eine "Menge Energie", so Blaswich, der weiß: "Wir sind nicht gut gestartet im neuen Jahr. Deswegen müssen wir nach vorne schauen."
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