Leverkusen-Boss Carro wehrt sich gegen "Pillenklub" und will 50+1-Regel aufweichen!

Leverkusen - Bayer 04 Leverkusens Geschäftsführer Fernando Carro (59) hat sich erneut für eine Aufweichung der 50+1-Regelung ausgesprochen.

Der Spanier Fernando Carro (59) leitet seit dem 1. Juli 2018 die Geschäftsführung der Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH.
Der Spanier Fernando Carro (59) leitet seit dem 1. Juli 2018 die Geschäftsführung der Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH.  © Federico Gambarini/dpa

"Es würde dem deutschen Fußball guttun, diese allgemeine Regelung nicht zu haben. Ich würde mir wünschen, dass man mehr inhaltlich diskutiert", sagte der Spanier in einem am Freitag veröffentlichten DAZN-Interview.

Die Regel, wonach ein externer Geldgeber nie die Stimmenmehrheit besitzen darf, schränkt die Vereine nach Meinung des 59-Jährigen zu sehr ein.

"Ich sage nicht, dass es 50+1 nicht geben sollte, sondern es sollte jedem Klub selbst überlassen sein, ob sie das machen oder nicht. Aber ich bin auch ein Demokrat und wenn die Mehrheit diese Regel will, dann akzeptiere ich sie", erklärt der Werkself-Boss.

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Carro sieht den Bundesliga-Tabellenführer "nicht als Pillen- oder Plastikklub", sondern als "Traditionsverein". Er verwies dabei nicht nur auf die 120-jährige Geschichte des Vereins.

"Mit 45 Jahren hintereinander ohne Abstieg sind wir fest in der Bundesliga etabliert. Mit Blick auf die Reichweite der internationalen Fans sind wir nach Bayern München und Borussia Dortmund die Nummer drei. Ich weiß, welche Strahlkraft Bayer Leverkusen international hat, da ich mit der UEFA und ECA in einigen Komitees sitze", sagte Carro.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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