Nach Nullnummer in der Champions League: TV-Experte rechnet mit Bayer Leverkusen ab
Von Martin Kloth
Leverkusen - Der frühere Fußball-Weltmeister Christoph Kramer (35) ist mit Bayer Leverkusen nach dem 0:0 im Playoff-Rückspiel der Champions League gegen Olympiakos Piräus hart ins Gericht gegangen.
"Wir müssen nicht darüber reden, das Spiel war insgesamt große Scheiße", schimpfte der TV-Experte bei Amazon Prime.
Leverkusen war dank des 2:0 im Hinspiel in Griechenland ins Achtelfinale der Königsklasse eingezogen. "Das war heute so eine Art Schaulaufen. Zum Glück hat der Gegner es nicht bestraft", hatte auch Bayer-Kapitän Robert Andrich (31) zugegeben.
Jonas Hofmann (33) schlug in die gleiche Kerbe: "Das war leider kein Zuckerschlecken von uns. Heute ist keiner da, der zufrieden sein kann."
Selbst Trainer Kasper Hjulmand (53) fand kritische Worte.
"Wir sind weiter und das ist gut. Unsere Leistung war aber nicht gut. Uns fehlte Energie. Wir müssen besser spielen und sind nicht zufrieden mit unserem Spiel", sagte der Däne.
"Prämie gibt es trotzdem", so Kramer
Kramer geht davon aus, dass die dürftige Nullnummer eine Ausnahme war. "Wenn du ein Spiel drin hast in der Saison wie Leverkusen heute, dann ist es gut, dass es gegen Olympiakos war, weil die auch sehr, sehr harmlos waren", sagte der Weltmeister von 2014. Das Spiel werde schnell abgehakt.
"Niemand erinnert sich dran, Prämie und Weiterkommen gibt es trotzdem. Deshalb: alles tutti", urteilte Kramer.
Und Matthias Sammer (58) befand als TV-Experte: "Man könnte es auch so sehen, dass ein gutes Pferdchen nur so hoch springt, wie es muss. Der Gegner hat ein Stück weit dazu beigetragen, dass das Spiel auf einem durchschaubaren Niveau war, aber was am Ende zählt, ist das Weiterkommen."
Im Achtelfinale trifft Bayer Leverkusen entweder auf den deutschen Rekordmeister FC Bayern München oder den derzeitigen Premier-League-Tabellenführer FC Arsenal. Die Auslosung findet am Freitag im schweizerischen Nyon statt.
Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

