BVB bereitet sich auf Sancho-Abgang vor: Das passiert im Falle eines Wechsels

Dortmund - Wenn Jadon Sancho (20) geht, wird nachgerüstet! Borussia Dortmund würde seine eigentlich schon abgeschlossenen Transferplanungen für die kommende Saison im Falle eines Abgangs des englischen Offensiv-Juwels noch einmal nachjustieren.

Hans-Joachim Watzke (l.) und Michael Zorc haben klare Vorstellungen davon, wie ein eventueller Wechsel von Jadon Sancho ablaufen soll und wie es dann weitergeht.
Hans-Joachim Watzke (l.) und Michael Zorc haben klare Vorstellungen davon, wie ein eventueller Wechsel von Jadon Sancho ablaufen soll und wie es dann weitergeht.  © David Inderlied/dpa

"Sollte Jadon gehen, würden wir im Offensivbereich noch einmal tätig werden. Es gibt sicherlich den einen oder anderen Spieler, den wir im Visier haben", sagte Sportdirektor Michael Zorc dem "Kicker" (Donnerstag).

Dem Vernehmen nach hat der BVB die Rahmenbedingungen für einen möglichen Sancho-Transfer bereits festgelegt. 

Demnach wurde der angebliche Interessent Manchester United darüber informiert, dass der vertraglich bis 2022 gebundene englische Nationalspieler nicht unter einer Fixsumme von 120 Millionen Euro zu haben sei (TAG24 berichtete). 

Das könnte ihn im Sommer 2020 zu einem der teuersten Spieler weltweit machen.

Ein Wechsel in dieser Größenordnung würde nach Einschätzung von Hans-Joachim Watzke Begehrlichkeiten wecken. 

"Sollten wir Sancho abgeben, wird jeder Spieler, an dem wir interessiert sind, gleich fünf bis zehn Millionen Euro teurer als in der Woche zuvor", sagte der BVB-Geschäftsführer, "wir haben nichts zu verschenken."

Borussia Dortmund ist bei Jadon Sancho nicht bis Anfang Oktober gesprächsbereit

Jadon Sancho darf Borussia Dortmund offenbar nur für die Fixsumme von 120 Millionen Euro verlassen.
Jadon Sancho darf Borussia Dortmund offenbar nur für die Fixsumme von 120 Millionen Euro verlassen.  © Bernd Thissen/dpa

Sancho war in dieser Saison mit 20 Toren und 20 Assists in 44 Pflichtspielen der beste BVB-Scorer. Er war vor drei Jahren für knapp acht Millionen Euro von Manchester City zum Revierklub gewechselt.

Mit Verweis auf die Planungssicherheit stellte Zorc klar, dass der Bundesliga-Zweite keinesfalls bis zum Ende der Wechselfrist am 5. Oktober gesprächsbereit ist: "Das wird sicher nicht in der letzten Transferwoche sein."

Es gilt als unwahrscheinlich, dass der BVB bei einem Verkauf von Sancho die volle Summe reinvestieren würde. 

Angesichts eines durch die anhaltende Corona-Krise zu erwartenden Saisondefizits in Höhe von rund 45 Millionen Euro kündigte Watzke Zurückhaltung an.

"Wenn man keinen Staat oder einen Multi-Milliardär hinter sich hat, sollte man aktuell ein bisschen vorsichtiger sein. Wenn mir einer das Enddatum von Corona sagen kann, habe ich Planungssicherheit. Die habe ich aber nicht."

Dortmund wurde zuletzt immer wieder mit internationalen Top-Talenten wie Ansu Fati vom FC Barcelona oder Jose Juan Macias von den Chivas in Verbindung gebracht.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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