Bank-Rot, nächster Spieler im Krankenhaus! Personallage bei Ost-Club immer dramatischer

Leipzig - Die BSG Chemie Leipzig hat am Sonntag 2:0 gegen Hertha II gewonnen und damit den ersten Heimsieg der Saison in der Regionalliga Nordost eingetütet. Das ist die gute Nachricht. Was bei Grün-Weiß aktuell aber personell los ist, lässt sich nur schwer in Worte fassen.

Chemie Leipzigs Stürmer Philipp Kühn (23) hat es beim Spiel gegen Hertha übel am Kopf erwischt. Er musste nach Abpfiff direkt ins Krankenhaus.  © Picture Point / Gabor Krieg

Die Leutzscher kriechen im Grunde genommen auf dem Zahnfleisch. Auf dem Spielerbogen vor dem Anpfiff standen mit Tormann gerade einmal vier Akteure als Ersatz bereit. Der zweite Keeper Florian Horenburg (24) war sogar eingeplant, zur Not ebenfalls noch als Feldspieler einzuspringen.

"Die Jungs sehen das natürlich auch, schauen auch auf die Aufstellung. Den U19-Spieler, den wir dabei gehabt haben in letzter Zeit, der war auch krank. Insgesamt müssen wir uns jetzt sammeln Richtung Greifswald", so Coach Alexander Schmidt (58) trotz der Situation relativ gefasst gegenüber TAG24.

Geholfen hat sicherlich, dass gegen die Berliner drei Punkte geholt wurden. Doch personell sind die Sorgenfalten noch einmal größer geworden.

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Stürmer Philipp Kühn (23) wurde kurz vor dem Ende der Partie böse im eigenen Strafraum am Kopf erwischt. Mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung ist er am Sonntagabend noch ins Krankenhaus gebracht worden. Einsatz kommende Woche fraglich.

Wer definitiv ausfallen wird, ist Philipp Wendt (29). Der Kapitän musste schon nach elf Minuten wegen Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden. Für das nächste Spiel hätte es vielleicht trotzdem gereicht, doch der Verteidiger kassierte im zweiten Durchgang auf der Bank noch die Rote Karte wegen einer ganz dummen Szene.

Trainer Schmidt erklärt: "Das war wieder so eine Situation, wo ich mir denke: 'Mein Gott zeig ihm doch Gelb, dann ist der Fall erledigt!' Er hat jetzt keinen Ausdruck gesagt oder so. Der Schiedsrichter hat zu mir gesagt, er hätte halt die Coaching-Zone verlassen. Man kann das bestimmt vertreten nach Regelbuch, aber mir fehlt da einfach das Fingerspitzengefühl."

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Kapitän Philipp Wendt (29) beschwerte sich nach einer Szene von der Bank aus zu sehr und verließ die Coaching-Zone. Dafür gab es die Rote Karte.  © Picture Point / Gabor Krieg

BSG Chemie Leipzig wieder mit Not-Elf gegen Greifswald?

Bis zum kommenden Sonntag hat die BSG nun noch Zeit, auf Rückkehrer zu hoffen. Trotzdem: Die Lage ist einfach dramatisch bei Grün-Weiß. Aktuell stellt sich das Team in Greifswald vermutlich erneut von allein auf.

Tormann Marcel Bergmann (28) zu TAG24: "Es ist wie verhext. Wir haben einfach unglaubliches Pech. Trotzdem wollen wir jetzt den Schwung aus dem Spiel mitnehmen und da einen guten Auftritt hinlegen."

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Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Rot-Weiß Erfurt 14 42:18 31
2 Chemnitzer FC 14 30:9 30
3 Hallescher FC 14 22:11 29
4 VSG Altglienicke 14 26:17 27
5 FC Carl Zeiss Jena 14 23:12 26
6 BFC Dynamo 14 22:13 26
7 FC Erzgebirge Aue 14 23:18 24
8 Greifswalder FC 14 28:23 22
9 1. FC Magdeburg II 14 27:28 19
10 FSV Zwickau 14 17:22 19
11 1. FC Lokomotive Leipzig 14 27:27 18
12 SV Babelsberg 03 14 15:23 16
13 BSG Chemie Leipzig 14 17:22 13
14 BFC Preussen 14 16:22 11
15 Tasmania Berlin 14 21:39 11
16 Hertha BSC II 14 10:25 10
17 RSV Eintracht 1949 14 15:32 9
18 FSV 63 Luckenwalde 14 14:34 6

Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.

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