Damit mehr als 4999 Fans in den AKS können: Chemie Leipzig verlangt jetzt zusätzliche Gebühr
Leipzig - Klammert man den nicht selten leeren Gästeblock mal aus, brennt im Alfred-Kunze-Sportpark von Chemie Leipzig an jedem Spieltag die Hütte. Die Fans der Sachsen zählen zu den treusten der Liga und sind auch in schweren Zeiten da, um die Mannschaft zu unterstützen. Ausverkauft ist deshalb oft, zumindest auf dem Papier.
Denn mehr als 4999 Zuschauer lassen die Grün-Weißen nicht in die Arena. Grund dafür ist die Sächsische Versammlungsstättenverordnung, die ab einer Kapazität von 5000 Besuchern greift und deutlich strengere und kostspielige gesetzliche Auflagen für Versammlungsstätten vorsieht.
Ein Umstand, den sich die Chemiker nicht leisten können. Zusätzlich fehlen wichtige Baumaßnahmen wie beispielsweise eine Lärmschutzwand und eine Überarbeitung des Entfluchtungs- und Brandschutzkonzepts.
Ein Problem, was die Parkplatzsituation am Stadion betrifft, geht die Mannschaft aus der Regionalliga Nordost jetzt aber an.
"Ab sofort erheben wir an unseren Heimspieltagen Parkgebühren für die Nutzung der Stellflächen vor dem Haupteingang und in der Waldeinfahrt zum Norddamm", heißt es in einer Mitteilung vom Samstag. "Mit den Einnahmen möchten wir die Flächen zur Nutzung instand halten, die Parksituation langfristig verbessern und das für die Kapazitätsentwicklung des AKS geforderte Mobilitätskonzept entwickeln und umsetzen. Dies ist unumgänglich, wenn wir in Zukunft mehr als 4999 Zuschauer im Alfred-Kunze-Sportpark begrüßen wollen."
Eine Parkkarte ist demnach für drei Euro online zu erwerben. Eine Park-Dauerkarte gibt es für 30 Euro.
Chemie Leipzig informiert über Gebühren einen Tag vor dem Heimspiel
Die ersten Reaktionen der Fans sind positiv, vermutlich in Anbetracht des langfristigen Ziels, den AKS richtig voll zu bekommen.
Moniert wird hingegen die Kurzfristigkeit. Am Sonntagnachmittag (14 Uhr) spielen die Chemiker daheim gegen Hertha II, wo das neue Parkkonzept bereits geprobt wird. Gut möglich, dass es einige Fans gibt, die nicht in der Schnelle online das Parkticket noch kaufen können.
Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche
