Leipzig - Die Fans der BSG Chemie Leipzig müssen für den Stadionbesuch in der kommenden Regionalliga-Saison etwas tiefer in die Tasche greifen.
Die Preise für Tageskarten erhöhen sich demnach pauschal um einen Euro, die Dauerkartenpreise um knapp 90 Cent je Spiel.
Der Verein rechtfertigt den Schritt mit "massiven Preissteigerungen" von bis zu 25 Prozent bei der Stadionbewirtschaftung, dem Baumaterial, der Energie sowie bei Dienstleistern wie Sicherheit, Reinigung und Rettungsdienst.
"Über Preisanpassungen zu sprechen, fällt niemandem im Verein leicht", sagte Geschäftsführer Steve Bathelt. Diese seien jedoch "unumgänglich", um den Geschäftsbetrieb des Vereins weiterhin auf einer gesunden Basis zu erhalten.
"Wir kommen gar nicht umhin, dies zumindest anteilig – zwischen 5 und 8 Prozent je nach Ticketkategorie – auf die Eintrittspreise umzulegen. Wichtig ist und bleibt uns aber, dass Vereinsmitglieder einen wirklich spürbaren Rabatt erhalten und wir den Zugang zum Stadionerlebnis für Kinder und Jugendliche so einfach wie möglich gestalten", so Bathelt weiter.
Preise für Kindertickets bleiben unangetastet
Trotz der Anpassungen solle die kinder- und familienfreundliche Ausrichtung des Vereins jedoch beibehalten bleiben.
So sollen Kinder bis 14 Jahren weiterhin einen eher symbolischen Eintrittspreis von 50 Cent zahlen und auch der Preis für die Kinderdauerkarte bleibt unangetastet, sie kostet somit auch in der nächsten Spielzeit 19,64 Euro - angelehnt an das Jahr der zweiten DDR-Meisterschaft.
Vereinsmitglieder werden zudem auch weiterhin mit massiven Nachlässen belohnt: Auf dem Dammsitz spart das Jahresticket im Vergleich zum Einzelkauf 95 Euro, beim Stehplatz sind es immerhin 67 Euro.
Der Fahrplan für den Ticketkauf:
- Digitaler Verkaufsstart: Sonntag, 14. Juni 2026, ab 20 Uhr im Onlineshop
- Freiverkauf an der Stadionkasse: Montag, 29. Juni 2026, direkt im AKS
Chemie Leipzig versucht mit der Erhöhung der Ticketpreise den Spagat zwischen wirtschaftlicher Notwendigkeit und dem Erhalt der eigenen Identität als nahbarer Arbeiterverein. Ob die Rechnung aufgeht, oder die Teuerung die Ticketnachfrage spürbar drückt, bleibt abzuwarten.