Chemie Leipzig mutig gegen Tabellenführer Erfurt, das reicht aber nicht

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Leipzig - Schade, BSG Chemie Leipzig! Die Sachsen lieferten am Freitagabend daheim gegen den Tabellenführer der Regionalliga Nordost, Rot-Weiß Erfurt einen starken Kampf ab. Trotz zahlreicher Chancen schafften es die Hausherren aber nicht, den Ball ins Netz zu bringen. Anders die Thüringer, die zwei Angriffe nutzten und 2:0 (0:0) gewannen.

Chemie Leipzig war im ersten Durchgang mit dem Tabellenführer mindestens auf einer Höhe und hatte insgesamt die gefährlicheren Torchancen.
Chemie Leipzig war im ersten Durchgang mit dem Tabellenführer mindestens auf einer Höhe und hatte insgesamt die gefährlicheren Torchancen.  © Picture Point / Roger Petzsche

Grün-Weiß startete extrem mutig in die Partie und konnte nach zehn Minuten schon zwei dicke Möglichkeiten verzeichnen.

Malick Sanogos Schuss aus zwei Metern nach einer Ecke rauschte nur knapp links vorbei, kurz darauf versuchte es Luis Jakobi mit einem Fernschuss. Da musste sich Erfurt-Keeper Lorenz Otto ganz lang machen, um den noch zu parieren.

Nach 18 Zeigerumdrehungen wurde es zum ersten Mal hitzig, als eine Erfurter Ecke drei Mal angesetzt werden musste, weil immer wieder RWE-Spieler im Strafraum geschubst wurden. Alles nichts Wildes, doch in den Blöcken wurde es natürlich gleich laut.

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Dann hatten die Gastgeber aber riesiges Glück, dass es nicht 0:1 stand. Dustin Forkel konnte nach einem Abwehrfehler links durchbrechen und stand allein vor Marcel Bergmann. Sein Abschluss ging allerdings knapp rechts vorbei (25.).

Es war insgesamt aber eine ausgeglichene Begegnung, in der beide Teams ihre Chancen hatten. Chemie verlangte dem Tabellenführer einiges ab.

Erst kurz vor der Pause kamen die Gäste wieder zu einigen Abschlüssen. Richtig gefährlich wurde es quasi mit dem Halbzeitpfiff aber auf der Gegenseite, als Willi Reincke völlig frei vor Otto auftauchte, den Schlussmann aber zentral anschoss. Das hätte die Führung für Grün-Weiß sein müssen (45.).

Die Fanunterstützung der Chemiker war in jedem Fall wieder da.
Die Fanunterstützung der Chemiker war in jedem Fall wieder da.  © Picture Point / Roger Petzsche

Chemie Leipzig fängt sich bittere Gegentore in der Schlussphase

Chemie ging robust und nur selten unfair zur Sache. Das nervte die Erfurter, die so oft nicht in ihr gewohntes Spiel kamen.
Chemie ging robust und nur selten unfair zur Sache. Das nervte die Erfurter, die so oft nicht in ihr gewohntes Spiel kamen.  © Picture Point / Roger Petzsche

Die Gäste kamen stark aus der Kabine und drückten Chemie in die eigene Hälfte. Die Hausherren überstanden diese Drangphase aber unbeschadet und machten aus der Partie wieder ein ausgeglichenes Spiel.

Grün-Weiß blieb sehr robust, was die Erfurter ärgerte, weil sie so nie so richtig in ihr Offensivspiel kamen.

Viele kleine Fouls, auch von Seiten der Gäste, sorgten für viele kleinere Unterbrechungen. Das half eher den Chemikern mehr, die mit dem möglichen Punkt sicher ganz gut leben konnten.

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Der BSG-Coach wollte aber mehr, brachte unter anderem Neuzugang Luka Klanac, der direkt ein Abseitstor machte, für die Offensive.

Chemie war richtig gut im Spiel, da klingelte es doch noch im eigenen Kasten. Die Hausherren hatten einen Angriff links eigentlich so gut wie geklärt, doch irgendwie kam Romarjo Hajrulla dann doch noch durch und gab in die Mitte auf Benjika Caciel, der sich einmal drehte und mittig hoch netzte (75.)

Das Gegentor tat merklich weh. Erfurt machte das in der Folge souverän und kam auch noch zum zweiten Treffer. Robbie Felßberg hatte in der 86. Minute wenig Probleme, das Leder über die Linie zu spitzeln. Kurz danach war die Partie vorbei.

Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche

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