Chemie Leipzigs Ex-Trainer Jagatic: "Ich bin jederzeit bereit, zu reden"

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Leipzig - "Ich bin seit fünfeinhalb Jahren im Verein – selbstverständlich will ich den Weg mit der BSG weitergehen." Ein Zitat von Miroslav Jagatic (50) bei seiner Vertragsverlängerung bei Chemie Leipzig aus dem Jahre 2024, was auf eine Art und Weise schlecht gealtert ist, die niemand hat kommen sehen.

Miroslav Jagatic (50) und die BSG Chemie Leipzig müssen sich zusammensetzen, um eine gemeinsame Lösung zu finden.
Miroslav Jagatic (50) und die BSG Chemie Leipzig müssen sich zusammensetzen, um eine gemeinsame Lösung zu finden.  © Picture Point / Roger Petzsche

Seit der so unbeschwerten Zeit in Leutzsch ist viel passiert. So viel, dass "Miro" heute nur sagt: "Ich bin jederzeit bereit, mich zusammen an einen Tisch zu setzen und zu reden", wie er TAG24 auf Anfrage sagte.

Mehr gibt es eigentlich auch nicht zu sagen. Beide Parteien, Chemie Leipzig und der verdiente Trainer, der mit den Sachsen lange erfolgreichen Fußball spielte, müssen das klären. Die aktuelle Situation schadet eigentlich nur allen Beteiligten.

Zum Hintergrund: Das immer noch geltende Arbeitspapier von Jagatic bis 2027 ist inzwischen für alle Seiten zum Problem geworden.

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Grün-Weiß veröffentlichte in den letzten Tagen eine Mitteilung, in der stand, dass der 50-Jährige in einem Rechtsstreit mit dem Club steht.

Es geht darum, dass Jagatic offenbar auch über 2027 hinaus dauerhaft beim Verein angestellt bleiben will. Er habe im Juni vor dem Arbeitsgericht Leipzig eine sogenannte Entfristungsklage gegen die BSG Chemie Leipzig erhoben.

Wer den 50-Jährigen kennt und weiß, wie sein Herz normalerweise in Leutzsch verankert ist, kann das dieser Tage eigentlich kaum glauben, was da vor sich geht. Es klingt so, als wolle Jagatic dem Club, über den er öffentlich nie ein einziges schlechtes Wort verloren hat, dauerhaft schaden. Alles erweckt den Anschein, als würde da sehr viel Kontext fehlen, der nur hinter den Kulissen abgelaufen ist.

BSG Chemie Leipzig und Miroslav Jagatic müssen sich unterhalten!

Jagatic und seine Mannschaft im Mai 2024 nach einem 2:0 bei Lok Leipzig. Erfolge, die bis heute unvergessen sind. (Archivfoto)
Jagatic und seine Mannschaft im Mai 2024 nach einem 2:0 bei Lok Leipzig. Erfolge, die bis heute unvergessen sind. (Archivfoto)  © Picture Point / Roger Petzsche

Ein Grund mehr eigentlich, das Thema aus der Öffentlichkeit herauszulassen und das intern zu klären. Es geht um Chemie und Jagatic, einen Regionalligisten und seinen ehemaligen Trainer.

In einer Zeit, in der Grün-Weiß in der Regionalliga mit einem erneuten Fehlstart zu kämpfen hat, braucht es definitiv diesen Nebenschauplatz nicht auch noch. Und der 50-Jährige, der immer für seine Traineraufgabe gebrannt hat, ist sicherlich niemand, der gern nur zu Hause sitzt und Däumchen dreht, sondern jemand, der lieber wieder seinen Job bei einem Klub aufnehmen würde.

In so einer Pattsituation, in der sich die Beteiligten befinden, wohl ein unmögliches Unterfangen.

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Letztendlich bleibt zu hoffen, dass auf das einzige Vernünftige gesetzt wird, was in dieser Situation eben sinnvoll und notwendig ist: hinsetzen, reden, Problem besprechen und klären.

Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche

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