Chemie-Leipzig-Spieler schildert Horror-Verletzung: "Bin auf meinen Fuß gefallen, dabei hat er sich verdreht"
Leipzig - Er fehlt Chemie Leipzig momentan sehr! Rajk Lisinski (23) hat sich im September beim 5:2-Erfolg über Tasmania Berlin einen Syndesmosebandriss zugezogen und wird dem Verein aus der Regionalliga Nordost wohl noch länger fehlen.
Im Gespräch mit TAG24 schildert der Rechtsverteidiger die heftige Szene in Berlin, bei der er aber offenbar noch sehr viel Glück hatte.
"Ich habe mir das Video, wo es passiert ist, zig Male angeguckt. Ich bin einfach unglücklich weggerutscht, auf meinen Fuß gefallen und dabei hat er sich halt verdreht. Es ist eigentlich verwunderlich, das haben auch die Ärzte gesagt, dass nur ein Band getroffen und alles andere unbeschadet ist", so der 23-Jährige.
Ärgerlich ist es trotzdem. Zumal sich der Abwehrmann inzwischen zur absoluten Stammkraft bei den Chemikern hochgearbeitet hat und er auch durch seine Torgefahr schon glänzen konnte.
Nützt aber alles nichts. Immerhin scheint der Prozess aber besser als geplant voranzuschreiten. Lisinski: "Die Heilung verläuft sehr gut. Ich habe täglich Behandlung, in zwei Wochen habe ich noch einen MRT-Termin. Dann kann man genau sagen, wie der nächste Schritt aussieht. Und dann erst gibt es eine richtige Prognose, wann ich wieder ins Training einsteigen kann."
Innerlich hofft der Verteidiger auf ein Rasen-Comeback noch in diesem Jahr. Realistisch - wohl auch wegen der vermutlich schwierigen Wetterlage im Dezember, wo Spiele ausfallen könnten - scheint aber eine Rückkehr 2027 zu sein.
Chemie Leipzig hat weitere schwere Ausfälle zu beklagen
Auf dem Platz ist Lisinski jedenfalls als Kämpfer bekannt. Und diese Mentalität soll ihn jetzt auch durch diese schwierige Zeit führen. "Ich habe meine Krücken schon eher abgelegt, als ich sollte. Natürlich in Absprache mit meinem Arzt, weil die Heilung so gut läuft", verrät der Spieler und ergänzt:
"Ich versuche, mich einfach nicht unterkriegen zu lassen. Wenn ich jetzt andere Jungs aus der Mannschaft sehe wie einen Conner Schulze oder Robin Friedrich, die es bei Weitem schlimmer getroffen hat. Da denke ich mir immer: Was wäre, wenn du jetzt in deren Situation wärst? Das wäre noch viel schwieriger. Klar ist das jetzt nervig, aber die Zeit geht vorüber und ich kann an anderen Defiziten arbeiten."
Titelfoto: Matthias Koch
