Kurioser Platzverweis für Jena, Bergmann hält Elfer - Trotzdem keine Punkte für Chemie Leipzig

Jena - Gut gespielt, aber sich nicht belohnt! Die BSG Chemie Leipzig hat das Auswärtsspiel in der Regionalliga Nordost beim FC Carl Zeiss Jena mit 1:2 (0:1) verloren. Beim Pflichtspieleinstand von Trainer Alexander Schmidt lagen Freude und Leid oft nah beieinander. Trotz Überzahl in der Schlussphase reichte es nicht für Punkte.

Beim ersten Pflichtspiel von Alexander Schmidt als neuem Trainer der BSG Chemie Leipzig unterlagen die Sachsen Carl Zeiss Jena mit 1:2.
Beim ersten Pflichtspiel von Alexander Schmidt als neuem Trainer der BSG Chemie Leipzig unterlagen die Sachsen Carl Zeiss Jena mit 1:2.  © BSG Chemie Leipzig / Christian Donner

Die entscheidenden Szenen im ersten Durchgang: In der 43. Minute gab es Elfmeter für die Gastgeber, weil Rodriguez Fantozzi Emeka Oduah im Strafraum foulte.

Sören Reddemann trat für Jena an, schoss nach links, doch BSG-Keeper Marcel Bergmann hatte die Ecke geahnt und parierte.

Doch der Jubel hielt nur kurz bei den Chemikern, die sich nur eine Minute später das 0:1 einfingen. Timon Burmeister durfte quer durch die Grün-Weißen Reihen marschieren und verwandelte dann unten links.

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Schade aus Leipziger Sicht, denn die Gäste waren zuvor sehr gut im Spiel. Gerade in der Anfangsphase agierte der Abstiegskandidat mutig gegen den Tabellenzweiten.

Nur beim Abschluss fehlte das Zielwasser. Am nächsten dran am Treffer war Kay Seidemann. Sein Schuss ging aber ganz knapp rechts vorbei (38.). Bis auf einen Lattenkopfball von Carl Zeiss (34.) nach einem Fehler von Bergmann passierte in den ersten 45 Minuten nichts mehr.

Chemie Leipzig erzwingt Ausgleich und bekommt dann die kalte Dusche

Auch das Hinspiel zwischen Chemie und Jena im vorigen Jahr ging knapp an Carl Zeiss.
Auch das Hinspiel zwischen Chemie und Jena im vorigen Jahr ging knapp an Carl Zeiss.  © Picture Point / Roger Petzsche

Die Hausherren kamen mit viel Schwung aus der Kabine, wollten am liebsten direkt auf 2:0 erhöhen. Doch Chemie überstand die schwierige Phase und erzwang im Gegenzug den Ausgleich!

Nach einer flachen Ecke von links Richtung Strafraumgrenze rauschte Nils Lihsek an und zog sofort ab. Die Kugel wurde entscheidend von Jena-Winterneuzugang Nicolas Wähling zum 1:1 abgefälscht (54.).

Der Gegentreffer zeigte Wirkung. Jena kam nicht mehr ganz so gut ins Spiel. Die Partie war nun ausgeglichen. Beide Teams leisteten sich auf dem Weg nach vorne aber viele Fehler.

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Viele Abschlüsse gab es deshalb nicht. Fantozzi probierte es nach einer Ecke mal aus kurzer Distanz, doch Tormann Marius Liesegang war zur Stelle (67.).

Es hatte sich nicht wirklich angedeutet, dass die Gastgeber dann wieder in Führung gehen sollten. Nach einer Ecke von links sprang aber Oduah am höchsten und versenkte per Kopf zum 2:1. Bergmann und auch die restliche Hintermannschaft der Chemiker sahen da nicht gut aus (71.).

Dann wurde es kurios: Maurice Hehne sah mehr oder weniger in einer Szene zweimal die Gelbe Karte und musste vom Platz. Erst foulte er Valon Aliji und, obwohl schon abgepfiffen war, dann auch noch Janik Mäder. Jena war in den letzten Minuten zu zehnt.

Die Gäste probierten noch einmal alles. Doch trotz vierminütiger Nachspielzeit gab es keinen Treffer mehr.

Titelfoto: BSG Chemie Leipzig / Christian Donner

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