Geht's jetzt endlich aufwärts? Chemie Leipzig erkämpft sich Punkt gegen starke Erfurter

Erfurt - Nach dem spektakulären Sieg gegen den Chemnitzer FC unter der Woche musste sich Chemie Leipzig am Sonntag gegen den starken FC Rot-Weiß Erfurt behaupten. Trotz Überzahl gerieten die Gäste in Rückstand - konnten sich dank eines direkt verwandelten Freistoßes dann aber doch noch das dringend notwendige 2:2 (1:1) erkämpfen.

Laurenz Dehl sah früh die rote Karte.  © IMAGO / Funke Foto Services

Die Sterne standen zunächst gut für die Sachsen, als Laurenz Dehl wegen eines harten Fouls bereits in der 3. Minute vom Platz flog. Bereits unter der Woche gegen den Chemnitzer FC hatten die Chemiker ja immerhin gezeigt: Überzahl können sie!

Während die roten Hausherren sich nach der roten Karte erst noch sammeln mussten, warf Chemie alles nach vorne, scheiterte aber gleich mehrmals am starken Erfurter Keeper Lorenz Otto. In der 17. Minute flatterte der Ball endlich ins Erfurter Netz, das Tor wurde allerdings wegen eines vorherigen Handspiels aberkannt.

Je weiter die Halbzeit voranschritt, desto mehr geriet der Platzverweis der Thüringer in Vergessenheit. Denn obwohl sie in Unterzahl waren, hatten sie die Zügel eindeutig in der Hand und stellten immer wieder ihre Konterstärke unter Beweis.

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Auch das Leipziger 1:0 (37.) ausgerechnet vom ehemaligen Erfurter Maxim Langner konnte das Ruder nicht mehr rumreißen, sodass der Ausgleich (45.+1) durch einen starken Distanzschuss von Benjika Caciel nicht wirklich überraschend kam.

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Ausgerechnet Maxime Langner - im Sommer von Erfurt nach Leipzig gewechselt - traf für die Gäste in den schwarzen Trikots.  © IMAGO / Funke Foto Services

Beflügelt von ihrem Tor kamen die Erfurter mit ordentlich Schwung aus der Kabine - allen voran Casiel, der sich in der 54. Minute nicht lange bitten ließ und erneut per sehenswertem Distanzschuss einnetzte.

In den folgenden Minuten sahen die Gäste aus Leipzig lange kein Land und ließen sich von den Gegnern trotz deren Unterzahl teilweise regelrecht überrennen.

Erst in der 77. Minute kam wieder Leben in das Spiel der Leutzscher: Fynn Seidel schnappte sich die Kugel für einen Freistoß aus aussichtsreicher Position und verwandelte ihn direkt: 2:2! Die mitgereisten Fans brachten das Steigerwaldstadion förmlich zum Beben.

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Ein mindestens genauso großes Beben gab es dann noch in der Nachspielzeit auf Erfurter Seite, als ihnen ein Freistoß wegen vermeintlichen Handspiels verwehrt blieb. Nicht nur die Fans auf den Rängen und die Spieler auf dem Platz echauffierten sich tierisch, sondern auch die Erfurter Trainerbank kassierte Gelb vom Schiedsrichter.

Am Endergebnis sollte diese Szene allerdings nicht mehr rütteln, und so trennten sich der FC Rot-Weiß Erfurt und Chemie Leipzig mit einem Unentschieden.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 24 49:19 55
2 FC Carl Zeiss Jena 23 43:22 48
3 Hallescher FC 24 41:22 47
4 FC Rot-Weiß Erfurt 24 43:31 44
5 FSV Zwickau 23 37:29 42
6 VSG Altglienicke 22 32:26 36
7 Chemnitzer FC 24 38:35 34
8 Hertha BSC II 22 36:40 30
9 BFC Preussen 20 27:31 29
10 FSV 63 Luckenwalde 21 24:29 28
11 1. FC Magdeburg II 23 36:34 27
12 ZFC Meuselwitz 22 31:32 26
13 SV Babelsberg 03 22 33:42 23
14 BFC Dynamo 21 25:34 23
15 Greifswalder FC 22 22:34 19
16 BSG Chemie Leipzig 22 21:34 17
17 FC Eilenburg 23 20:42 15
18 Hertha 03 Zehlendorf 20 17:39 10

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

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