HFC gewinnt friedliches Hochrisikospiel gegen Chemie Leipzig
Leipzig - Der Hallesche FC gewinnt das brisante Hochrisiko-Spiel bei der BSG Chemie Leipzig am Sonntagnachmittag mit 2:0 (0:0). Beim Regionalliga-Duell passierte zunächst wenig, bis im zweiten Durchgang die Gäste aufdrehten und den Sieg nach Hause bringen konnten.
Durch die Niederlage verschärft sich die Lage für die Chemiker im Abstiegskampf. Der HFC hingegen darf sich vielleicht wieder Hoffnungen im Aufstiegsrennen machen, sollte Lok Leipzig irgendwann noch federn lassen.
Bitter ist das Ergebnis für die Grün-Weißen trotzdem. Bis zur Pause sah es so aus, als würde sich das 0:0 aus dem Hinspiel wiederholen. Zwei recht einfache Gegentore zogen den Chemikern aber den Zahn. Besonders die maue Verteidigung bei Standards muss angesprochen werden.
Spielstand:
Chemie Leipzig - Hallescher FC 0:2
Tore: 0:1 Joscha Wosz (50. Minute), 0:2 Kilian Pascal Zaruba (79. Minute)
Besondere Vorkommnisse: -
Wir berichteten für Euch in unserem Liveticker. Hier gibt es ihn zum Nachlesen.
Stimmen zum Spiel Chemie Leipzig gegen den Halleschen FC
Janik Mäder: Wir hätten die Standards besser verteidigen müssen. Dann wäre es heute glaube ich ein klassisches 0:0-Spiel gewesen. Das Gute im Fußball ist, dass wir am Mittwoch schon das nächste Spiel vor der Brust haben. Da müssen wir mehr investieren als heute, dann holen wir auch die drei Punkte.
Julian Weigel: Ich bin jetzt seit fünf Wochen verletzt. Es kribbelt schon wieder, auf dem Platz zu stehen, gerade bei so einem Spiel. Ich hätte heute gern geholfen. Die erste Halbzeit war ja ziemlich ausgeglichen. Aber Halle hat es dann einfach schlau gemacht, waren reifer als wir. Dann muss man schon von ner verdienten Niederlage sprechen.
Marcel Bergmann: Am Ende entscheiden Standards dieses Spiel. Es ist brutal gerade, die Bälle fallen nicht vor unseren Fuß, sondern auf den vom Gegner. Das ist gerade schwierig in Worte zu fassen. Wir müssens vielleicht gerade einfach ein bisschen erzwingen, am besten schon am Mittwoch.
Das Spiel ist aus! Chemie Leipzig unterliegt gegen den HFC mit 0:2
93. Minute: Ohne große Nachspielzeit ist dann Schluss. Chemie Leipzig verliert 0:2 gegen den HFC.
90. Minute: Noch einmal Angriffsbemühungen von Chemie. Doch der letzte Pass kommt nicht an. Immer ist ein HFC-Bein dazwischen.
87. Minute: Die Chemiker werfen noch einmal alles nach vorne. Doch wie schon zuvor ist das einfach zu wenig, um ein Tor zu erzielen. Mehr als ein Außennetzschuss von Lihsek springt nicht heraus.
84. Minute: Passiert noch etwas? Es sieht jedenfalls nicht danach aus, als könnte Chemie noch die Wende schaffen.
Es laufen die letzten Minuten zwischen Chemie Leipzig und dem HFC
79. Minute: Tor für den HFC! Das war wohl die Entscheidung. Nach einer Ecke von rechts rutscht die Kugel irgendwie zu Kilian Pascal Zaruba durch, der aus kurzer Distanz keine Mühe hat, das 2:0 zu machen.
74. Minute: Der Untergrund im Alfred-Kunze-Sportpark sorgt auf beiden Seiten dafür, dass Flanken oft nicht im Strafraum, sondern auf der Tribüne landen.
72. Minute: Hitzige Szenen auf dem Platz. Fakhro und Bergmann beharken sich weit außerhalb des Strafraums. Es wird diskutiert und geschubst, dann kehrt wieder Ruhe ein.
70. Minute: Grün-Weiß rennt die Zeit davon. Der HFC hat nach der Druckphase nach Wiederanpfiff wieder etwas nachgelassen. Trotzdem schafft es die Schmidt-Elf nicht, sich wirkliche Chancen zu erspielen.
65. Minute: Immerhin sind die Chemiker um eine Antwort bemüht. Doch das ist alles noch immer viel zu ungenau, was da in der Offensive passiert. Chemie will, aber kann nicht.
61. Minute: Es wird hitziger. Jetzt sieht auch Landgraf gelb.
Noch eine halbe Stunde: Kommt Chemie Leipzig noch einmal zurück?
60. Minute: Schmidt reagiert, bringt Maxime Langner für Valon Aliji. Zuvor wurden auch Seidemann, Hoops und Akono ausgewechselt.
56. Minute: Der Torschütze sieht Gelb nach einem Foul.
54. Minute: Die Kugel liegt wieder im Chemie-Kasten - aber Abseits. Die Hausherren müssen jetzt ganz schnell aufwachen, sonst ist jegliche Punktchance dahin.
51. Minute: Das muss eigentlich das 2:0 sein. Malek Fakhro zieht von links ab, trifft aber nur die Latte. Chemie schwimmt.
50. Minute: Tor für den HFC! Es hatte sich angedeutet! Die Gäste mit viel Druck. Ein langer Ball landet im Strafraum wieder beim auffälligen Wosz, der die Kugel stark annimmt und direkt ins kurze Eck zum 1:0 abzieht.
47. Minute: Überragende Parade von Bergmann! Nach einer Ecke kommt Wosz zum Abschluss. Der Ball wird noch abgefälscht, ist quasi auf dem Weg ins Tor. Doch Keeper Bergmann bekommt den Fuß noch hoch und wehrt ab.
Die zweite Halbzeit läuft zwischen Chemie Leipzig und dem Halleschen FC
46. Minute: Es geht weiter. Die Fans im Stadion hoffen nun auf Tore. Bislang sieht es aber so aus, als würde man das Hinspiel-Ergebnis wiederholen wollen.
Halbzeit zwischen BSG Chemie Leipzig gegen den HFC
Kurz darauf bittet Schiedsrichter Eugen Ostrin die Mannschaften in die Kabine. Nach einer chancenarmen ersten Halbzeit ist das 0:0 das logische Ergebnis. Der HFC war näher dran am Treffer, hatte bis auf den Fernschuss von Landgraf aber auch nicht viel zu bieten. Grün-Weiß muss in der Offensive nach Wiederanpfiff deutlich zulegen.
45. Minute: Chemie will noch einmal kontern, wird aber gestoppt. Dafür gibt es auch die erste Verwarnung für den HFC. Marius Hauptmann war der Übeltäter.
43. Minute: Gleich Halbzeit, passiert hier noch etwas vor dem Pausenpfiff?
41. Minute: BSG-Coach Alexander Schmidt ist unzufrieden, schimpft am Seitenrand besonders über seine Offensive. Man kann ihn verstehen, da geht noch nicht viel zusammen.
39. Minute: Die Gäste nähern sich immer mehr an. Das zwingt Chemie zu Fouls. Cyrill Akono holte sich den dritten gelben Karton der Partie ab.
36. Minute: Der HFC erhöht wieder den Druck und kommt fast zur Führung. Katastrophaler Aufbaufehler der Chemiker. Geburtstagskind Niklas Landgraf kommt an der Mittellinie an den Ball und zieht direkt ab. Das Leder landet auf dem Netz, Bergmann wäre wohl zu spät wieder im Kasten gewesen.
35. Minute: Die Gäste jetzt doch mal mit einer guten Möglichkeit. Wosz zieht von der Strafraumkante aus ab. Marcel Bergmann macht sich lang und pariert.
32. Minute: Die Fanszenen verhalten sich bislang übrigens vorbildlich und liefern sich maximal eine Schlacht um die beste Gesangseinlage.
Halbe Stunde gespielt zwischen Chemie Leipzig und dem HFC
28. Minute: Erste Ecke Chemie. Auch die verpufft ohne Glanz. Den darauffolgenden Konter kann Fynn Seidel nur gewaltsam stoppen und sieht dafür Gelb.
24. Minute: Die Hausherren aber gefühlt inzwischen etwas besser im Spiel. Was fehlt ist die Konsequenz im letzten Drittel. Bis auf einen harmlosen Kopfball von Stanley Ratifo eben war noch nichts dabei.
22. Minute: Es ist weiterhin eine zähe Begegnung ohne wirkliche Torchancen. Der Großteil des Geschehens spielt sich ungefährlich im Mittelfeld ab.
Anfangsphase zwischen Chemie Leipzig und dem Halleschen FC vorbei - kein Team wirklich besser
17. Minute: Erste gelbe Karte im Spiel. Lorenz Hollenbach holt sie sich ab für ein Foul an Joscha Wosz.
15. Minute: Freistoß für Chemie an der Mittellinie. Die Gastgeber führen kurz aus und die folgende Flanke geht direkt ins Toraus. Da muss mehr kommen.
12. Minute: Erste Ecke im Spiel. Der HFC führt von links aus. Am zweiten Pfosten stand Niclas Stierlin völlig blank und kam zum Kopfball, setzte die Kugel aber klar drüber.
10. Minute: Beide Teams im Aufbau auch noch oft fehlerbelastet. Nicht selten landet der Ball unnötig im Aus oder beim Gegner.
6. Minute: Echte Torraumszenen gab es noch nicht. Viele kleinere Fouls stören immer wieder das Spielgeschehen.
2. Minute: Es geht direkt druckvoll los. Die Gäste schon zwei Mal gefährlich nahe am Chemie-Tor. Auch die Zweikämpfe werden hart geführt.
14.01 Uhr: Der Ball rollt!
Fast pünktlich konnte in Leutzsch angepfiffen werden, die Kugel rollt!
13.47 Uhr: Gleich geht es los!
Während die Chemie-Anhänger bereits einige Nettigkeiten Richtung Halle-Block geworfen haben, verhalten sich die Gäste noch absolut ruhig und schweigen. Das wird vermutlich aber nicht mehr lange so bleiben. Ein großes weißes Banner verspricht Geheimnisvolles.
In wenigen Minuten wird dann auch endlich angepfiffen.
13.30 Uhr: Chemie-Aufstellung da, Spieler auf dem Platz
Jetzt ist auch klar, welche Elf die BSG gegen den HFC ins Rennen schickt. Trainer Alexander Schmidt vertraut folgender Elf:
Bergmann - Hoops, Hollenbach, Enke, Bell - Aliji, Seidemann, Lihsek - Ratifo, Akono, Seidel
Die Spieler sind inzwischen auch auf dem Feld, um sich aufzuwärmen.
13.17 Uhr: HFC-Aufstellung da
Gut eine dreiviertelstunde vor dem Anpfiff haben die Gäste immerhin schon verraten, wer auf dem Platz stehen wird.
In der Startelf gibt es keine großen Überraschungen. Für den gelbgesperrten Jan Löhmannsröben startet Vin Kastull.
12.47 Uhr: HFC-Fans sind da
Inzwischen ist auch ein Großteil der HFC-Fans im Stadion gelandet. 500 Karten gingen an die Gäste, normalerweise gehen mehr Tickets an den Gegner. Unter den besonderen Umständen wurde das Kontingent allerdings nach unten geschraubt.
Auf eine herzliche, verbale Begrüßung wurde zunächst verzichtet.
12.28 Uhr: HFC-Bus unter Polizeischutz in Leutzsch gelandet
Die Gäste sind da! Unter massivem Polizeischutz ist der HFC-Bus beim Alfred-Kunze-Sportpark gelandet.
Inzwischen haben sich die Spieler auch schon auf den Rasen gewagt, um das Geläuf zu begutachten.
12.15 Uhr: HFC richtet Appell an eigene Fans
Natürlich wollen beide Teams nicht, dass die Sachlage außerhalb des Rasens irgendwie eskaliert.
Die Gäste aus Halle haben in einem Statement deshalb auch noch einmal an die eigenen Fans appelliert. Darin heißt es unter anderem:
"Ein besonnenes und deeskalierendes Auftreten aller Beteiligten ist die Grundlage für einen gelungenen Fußballnachmittag. Dazu tragen Fans, Vereine und Einsatzkräfte gleichermaßen bei. Unser gemeinsames Ziel ist ein sicheres, respektvolles und positives Erlebnis für alle – getragen von Leidenschaft auf den Rängen und gegenseitigem Respekt im Miteinander."
12.04 Uhr: Stadion ist auf
Im Grunde genommen ist alles angerichtet im Alfred-Kunze-Sportpark. Die Stadiontore wurden um 12 Uhr geöffnet, noch sind aber kaum Anhänger da.
Rund um das Chemie-Stadion ist die Polizeipräsenz aber deutlich zu sehen.
Titelfoto: EHL Media