Leipzig - Vor ein paar Wochen noch war die Stimmung bei der BSG Chemie Leipzig aufgrund der Abstiegsangst ziemlich im Keller. Inzwischen haben sich die Sachsen mit überzeugenden Auftritten auf den 15. Platz in den sicheren Hafen der Regionalliga Nordost gekämpft. Einen großen Anteil daran hat Trainer Alexander Schmidt (57), der für den Erfolg aber auch die ein oder andere knifflige Entscheidung treffen muss.
Zuletzt erst am Samstag beim 1:0-Erfolg der Grün-Weißen gegen Hertha II. Dort wurde Mittelfeldmann Janik Mäder (29) zunächst in der 30. Minute eingewechselt, weil sich Julius Hoffmann (21) verletzt hatte.
In der 75. Minute war dann aber schon wieder Schluss für Mäder. Marc Enke (21) kam für den Kapitän aufs Feld - ein ungutes Gefühl.
"Natürlich macht das keinen Spaß, auch für den Spieler nicht. Aber in dem Fall muss ich ganz klar sagen, steht der Mannschaftserfolg über allem", erklärte Schmidt die Lage vor dem nächsten Heimspiel am Samstag gegen Hertha Zehlendorf (14 Uhr).
"Wir kamen gegen die Berliner stark unter Druck, ich hab’ einfach reagiert. Eine unpopuläre Maßnahme, ja. Aber das war in der Situation einfach mein Bauchgefühl", so der Coach weiter.
Trotzdem sei die Stimmung im Team weiter hervorragend. Auch wenn so eine Auswechslung schmerzt, dürfe man in der aktuellen Situation nicht auf das eigene Ego schauen. Schmidt: "Das oberste Ziel ist der Klassenerhalt, der Verein steht über allem. Dem haben sich alle unterzuordnen, da gibt es keine persönlichen Befindlichkeiten oder dass jemand beleidigt ist."
Schwere Situation für Chemie Leipzigs Julian Weigel
Es ist nicht die einzige schwere Entscheidung, die der Trainer treffen muss. Beispielsweise kann der eigentliche Stamm-Verteidiger Julian Weigel (24) nach seiner Verletzung wieder spielen, musste aber gegen Hertha II erneut 90 Minuten lang zuschauen.
Der Coach erklärt: "Unsere Mannschaft hat es gut gemacht in letzter Zeit. Da ist es schwer, überhaupt in den Kader reinzukommen. Es ist keine Entscheidung gegen Julian, aber die Jungs machen es gut und da gibt es gerade keinen Grund, etwas zu ändern."
Tabelle Regionalliga Nordost
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
1. FC Lokomotive Leipzig | 30 | 57:24 | 65 | |
| 2 |
|
FC Carl Zeiss Jena | 30 | 58:30 | 63 | |
| 3 |
|
Hallescher FC | 30 | 55:30 | 57 | |
| 4 |
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FC Rot-Weiß Erfurt | 30 | 59:38 | 57 | |
| 5 |
|
FSV Zwickau | 30 | 46:40 | 55 | |
| 6 |
|
VSG Altglienicke | 30 | 47:36 | 49 | |
| 7 |
|
Chemnitzer FC | 30 | 46:45 | 41 | |
| 8 |
|
BFC Preussen | 29 | 39:44 | 41 | |
| 9 |
|
1. FC Magdeburg II | 30 | 47:45 | 40 | |
| 10 |
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FSV 63 Luckenwalde | 30 | 34:42 | 39 | |
| 11 |
|
Hertha BSC II | 30 | 44:53 | 39 | |
| 12 |
|
BFC Dynamo | 30 | 41:45 | 36 | |
| 13 |
|
SV Babelsberg 03 | 30 | 50:54 | 32 | |
| 14 |
|
ZFC Meuselwitz | 30 | 40:51 | 32 | |
| 15 |
|
BSG Chemie Leipzig | 30 | 32:44 | 31 | |
| 16 |
|
Greifswalder FC | 30 | 29:42 | 28 | |
| 17 |
|
FC Eilenburg | 30 | 30:51 | 22 | |
| 18 |
|
Hertha 03 Zehlendorf | 29 | 22:62 | 14 | |
Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.