CFC-Geschäftsführer Haeder zur Aufstiegsreform: "Lassen das nicht einschlafen"

Chemnitz - "Wir sind gekommen, um zu bleiben", hatte Daniel Meyer (47, seinerzeit noch Sportdirektor des Halleschen FC) gesagt, als die Regionalliga-Reformbewegung im Februar 2025 im Gellertstadion aus der Taufe gehoben wurde. 20 Monate später sind die Initiatoren ihrem Ziel, eine faire Aufstiegsregelung zu schaffen, zum Greifen nahe.

CFC-Geschäftsführer Tommy Haeder ist einer der Initiatoren der Aufstiegsreform.  © picture point/Sven Sonntag

Auf einem außerordentlichen DFB-Bundestag soll am 18. Dezember über das Kompassmodell abgestimmt werden.

Gekommen, um zu bleiben. "Und das haben wir als Initiative so durchgezogen", unterstreicht CFC-Geschäftsführer Tommy Haeder. Seiner Beharrlichkeit und der seiner Mitstreiter, ihrem stetigen Klinkenputzen bei Verbänden und Vereinen ist es zu verdanken, dass der Nordosten bald ein verbrieftes Aufstiegsrecht bekommen könnte.

"Wer gedacht hat, wir machen einen kurzen Aufschrei und lassen das Thema einschlafen, der hat sich geirrt. Dass das Thema jetzt so groß geworden ist, war nicht absehbar. Vor allem ist es erfreulich, dass sich so viele Vereine solidarisch zeigen, die nicht direkt von dieser Aufstiegsreform betroffen sind", meint Haeder mit Blick auf die Unterstützung zum Beispiel aus der 1. und 2. Bundesliga.

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Sie alle unterstützen das eine Ziel: Künftig sollen alle Meister der Regionalligen in die 3. Liga aufsteigen. Haeder: "Wir sind stolz darauf, als Vereine ein Umdenken beim DFB hinbekommen zu haben, sodass es jetzt diesen außerordentlichen Bundestag gibt. Wenn man die Historie zur Strukturierung der höchsten Amateurliga betrachtet, ist ein Stück weit Aufmerksamkeit und Nervosität da, weil oftmals die Dinge anders gekommen sind, als im Vorfeld besprochen", macht Haeder aus seinem Herzen keine Mördergrube.

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Selbst wenn CFC aufsteigt: Himmelblaue wollen sich weiter für Reform einsetzen

Die Himmelblauen setzen sich unermüdlich für die Aufstiegsreform ein.  © Picture Point/Gabor Krieg

Aktuell fänden viele Gespräche auf verschiedensten Ebenen statt. "Der nächste Schritt wäre der Antrag des DFB, wie das finale Model aussehen soll, damit die Vereine und die Öffentlichkeit mitgenommen werden können und wir eine Diskussionsgrundlage haben", so Haeder.

Eines können sie sich gewiss sein: In West- und Südwestsachsen werden sie ganz genau darauf schauen, denn sowohl der Chemnitzer FC als auch Erzgebirge Aue wollen schnellstens hoch in die 3. Liga und auch der FSV Zwickau schielt nach bald erfolgter finanzieller Konsolidierung gen Rückkehr in die 3. Liga.

Verrückt: Am Ende könnte der CFC die Reform gar nicht benötigen, um wieder nach oben zu gehen, denn dieses Jahr stellt der Nordosten nach dem aktuellen Modus turnusmäßig den direkten Aufsteiger. Und der Club ist gegenwärtig Spitzenreiter.

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Haeder: "Ich freue mich für unser Umfeld, dass unser eingeschlagener Weg nach den schweren Jahren Früchte trägt. Selbst wenn wir diese Saison den Weg in die 3. Liga finden, werde ich mich weiterhin für die Reform stark machen, weil ich dringenden Reformbedarf sehe."

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 Chemnitzer FC 12 28:6 29
2 FC Rot-Weiß Erfurt 12 37:14 27
3 Hallescher FC 12 19:9 25
4 BFC Dynamo 12 21:12 24
5 FC Carl Zeiss Jena 12 21:11 22
6 Greifswalder FC 12 24:16 22
7 VSG Altglienicke 12 20:15 21
8 FC Erzgebirge Aue 12 20:17 21
9 FSV Zwickau 12 15:17 18
10 1. FC Lokomotive Leipzig 12 23:23 16
11 SV Babelsberg 03 12 14:17 13
12 1. FC Magdeburg II 12 21:25 13
13 BFC Preussen 12 15:18 11
14 Hertha BSC II 12 10:22 10
15 BSG Chemie Leipzig 12 13:20 9
16 RSV Eintracht 1949 12 13:30 6
17 FSV 63 Luckenwalde 12 12:29 6
18 Tasmania Berlin 12 13:38 5

Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.

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