Frisch, forsch und (zu) frech: Nischalke feiert Profidebüt beim Chemnitzer FC

Chemnitz - Wen zaubert Trainer Daniel Berlinski (35) dieses Mal aus dem Ärmel? Das hatte TAG24 vor dem Fürstenwalde-Heimspiel gefragt.

Jung und frech! Jermain Nischalke (18, l., hier gegen den Fürstenwalder Kilian Pascal Zaruba) scheut keinen Zweikampf.
Jung und frech! Jermain Nischalke (18, l., hier gegen den Fürstenwalder Kilian Pascal Zaruba) scheut keinen Zweikampf.  © Picture Point/Gabor Krieg

Die Antwort gab der CFC-Chefcoach in der 75. Minute. Da schickte er Jermain Nischalke auf den Platz. Der 18 Jahre alte Offensivspieler brauchte keinerlei Anlaufzeit, präsentierte sich frisch, forsch, frech.

Für Trainer Berlinski war es teilweise zu frech. Befragt nach dem Auftritt des Viertliga-Debütanten sagte der 35-Jährige: "Jermain geht total unbekümmert auf den Platz. Das eine oder andere Mal spielt er auf Tunnel - ich weiß nicht, ob das in so einem Spiel sein muss, wo man nur knapp vorn liegt. Für meinen Geschmack war das ein bisschen zu frech. Aber vielleicht ist es gerade das, was den Jungen so gut macht."

Am Ende überwog bei Berlinski das Positive: "Ich habe mich gefreut, dass wir ihn für Kevin Freiberger eingewechselt und qualitativ keinen Unterschied gemerkt haben. Jermain ist sofort ins Eins-gegen-eins gegangen, hat sehr mutig gespielt. Auch da kommt wieder ein Spieler aus dem eigenen Nachwuchs, an dem wir sehr viel Freude haben werden."

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Nischalke war vor einem Jahr aus der "U17" von Dynamo Dresden zu den Himmelblauen gewechselt. Hier gehört er in dieser Saison zum Kader der "U19". Die startet am 14. August in Cottbus in die neue Saison.

Das Offensivtalent genoss den Auftritt vor stimmungsvoller Kulisse. Und das Verspielte? "Das war einfach da, das habe ich nie wirklich trainiert", verriet Nischalke: "Das ist meine Art, Fußball zu spielen. Das mögen viele, manche mögen es nicht."

Ob es für weitere Einsätze bei den Profis reichen wird, hängt nicht zuletzt von der personellen Situation ab. Berlinski, dem zuletzt sieben Spieler fehlten, hofft, dass sich die Lage in den kommenden Tagen etwas entspannt.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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