CFC-Kapitän Baumgart mit Brummschädel: Kann er im Pokal-Halbfinale gegen die Veilchen auflaufen?

Chemnitz - Der Zusammenprall mit Zehlendorfs Torwart Alexios Dedidis (24) sah übel aus. Doch CFC-Kapitän Tom Baumgart (28) gab bereits am Tag nach dem 2:1-Sieg Entwarnung: "Mein Kopf hat ganz schön gebrummt. Aber es ist nichts Schlimmeres passiert. Ich hatte Glück im Unglück."

Spielte öfters für Aue als für Chemnitz: 80-mal trug Tom Baumgart (28) das Veilchen-Trikot.  © imago/Jan Hübner

Grünes Licht für den Pokal-Kracher gegen den FC Erzgebirge Aue! Zweimal standen sich die Erzrivalen in den vergangenen drei Jahren im Landespokal-Viertelfinale gegenüber. 2023 fegten die Chemnitzer den Drittligisten mit 3:0 aus dem Stadion. Vor einem Jahr gab es für den Regionalligisten eine bittere 0:2-Heimpleite.

Baumgart, seit Sommer 2024 zurück bei den Himmelblauen, erlebte beide Duelle mit. Zweimal stand er im Verlierer-Team. Das soll sich am Mittwoch (Anstoß 20.30 Uhr) ändern.

Der Routinier vergleicht die Veilchen mit einem angeschlagenen Boxer: "Dass sie die Klasse noch halten, ist relativ unwahrscheinlich. Doch das spielt an so einem Abend, vor so einer Kulisse keine Rolle. Die Auer werden nicht mit hängenden Schultern hier einlaufen. Sie wollen wie wir ins Endspiel. Da schenkt keiner etwas her."

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Tom Baumgart: "Wir dürfen nicht verkopfen, sondern müssen einfach rausgehen und Fußball spielen"

Will am Mittwochabend auf der richtigen Seite jubeln: Tom Baumgart.  © picture point/Sven Sonntag

Die Chemnitzer mühten sich am Freitagabend in Berlin zum Sieg. Baumgart: "Der war sehr wichtig für die Stimmungslage. Wir hatten viele gute Aktionen, haben nach dem Rückstand mit dem Ausgleich eine schnelle Antwort gegeben. Wir gehen mit viel Schwung und einem guten Gefühl ins Halbfinale."

Die Chemnitzer fiebern dem Saison-Highlight seit Tagen entgegen. "Das wird ein besonderer Abend. Das sind die Spiele, von denen jeder als Kind geträumt hat. Wir spielen in einem ausverkauften Stadion – das ist für einen Regionalligisten keine Selbstverständlichkeit und ein großes Privileg", betont Baumgart.

Vor einem Jahr wurde die Partie nach dem Doppelschlag der Auer schon in der ersten Halbzeit entschieden. Welche Lehren gilt es, daraus zu ziehen? Baumgart: "Wir dürfen nicht verkopfen, sondern müssen einfach rausgehen und Fußball spielen. Dass wir große Teams schlagen können, haben wir in dieser Saison mehrmals gezeigt."

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 30 57:24 65
2 FC Carl Zeiss Jena 30 58:30 63
3 Hallescher FC 30 55:30 57
4 FC Rot-Weiß Erfurt 30 59:38 57
5 FSV Zwickau 30 46:40 55
6 VSG Altglienicke 30 47:36 49
7 Chemnitzer FC 30 46:45 41
8 BFC Preussen 29 39:44 41
9 1. FC Magdeburg II 30 47:45 40
10 FSV 63 Luckenwalde 30 34:42 39
11 Hertha BSC II 30 44:53 39
12 BFC Dynamo 30 41:45 36
13 SV Babelsberg 03 30 50:54 32
14 ZFC Meuselwitz 30 40:51 32
15 BSG Chemie Leipzig 30 32:44 31
16 Greifswalder FC 30 29:42 28
17 FC Eilenburg 30 30:51 22
18 Hertha 03 Zehlendorf 29 22:62 14

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

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