Rückstand und ein verballerter Elfer: CFC müht sich beim Schlusslicht zum Sieg
Berlin - Der Chemnitzer FC beendet seine Durststrecke (ein Punkt aus den letzten drei Spielen in der Regionalliga Nordost) und feiert beim Tabellenletzten Hertha Zehlendorf einen mühsamen 2:1-Sieg. Die schwarz gekleideten Himmelblauen verballerten früh einen Foul-Elfmeter. Nach 35 Minuten lagen sie überraschend zurück!
Zunächst drängte die Mannschaft von Trainer Benjamin Duda auf die frühe Führung. Bereits nach wenigen Sekunden hatte der CFC die erste gute Einschussmöglichkeit. Jonas Marx flankte flach vors Tor. Domenico Alberico kam an den Ball und zog aus spitzem Winkel ab - ein Berliner klärte auf der Linie.
Zwei Minuten später zeigte Schiedsrichter Paul Drößler aus Gotha nach einem Foul an Marx auf den Elfmeterpunkt. Top-Torjäger Dejan Bozic, der in dieser Saison alle neun Strafstöße für Chemnitz sicher verwandelt hatte, war nicht mit in Berlin. Alberico legte sich die Kugel zurecht. Er schoss nicht platziert genug. Hertha-Schlussmann Alexios Dedidis parierte.
Die Chemnitzer machten weiter Druck - das Tor schoss der Tabellenletzte! Niklas Doll hatte in der 35. Minute im Strafraum zu viel Platz. Der Berliner jagte das runde Leder flach ins lange Eck.
Viertes Saisontor für Marx
Die Reaktion der Duda-Elf ließ nicht lange auf sich warten. Marx sorgte sechs Minuten später mit einer beherzten Aktion für den Ausgleich. Das vierte Saisontor für den 21-Jährigen, der zwei Minuten später das 2:1 auf dem Fuß hatte. Dedidis war auf dem Posten.
In der 63. Minute ging der Hertha-Torhüter im Strafraum zu rustikal zu Werke und rammte Marx zu Boden. Drößler zeigte zum zweiten Mal auf den Elfmeterpunkt. Dieses Mal nahm sich Routinier Felix Müller der Sache an. Er nutzte den Strafstoß zur 2:1-Führung für die Duda-Elf, die bei weiteren Torchancen sündigte.
Das hätte sich fast gerächt. In der Schlussphase reagierte Torwart Daniel Adamczyk mehrfach stark. Gegen Shinji Yamada rettete Müller auf der Linie. So blieb es vor 379 Zuschauern auf dem Zehlendorfer Ernst-Reuter-Sportfeld beim glücklichen Sieg für die Gäste.
Jetzt heißt es für die Chemnitzer gut regenerieren, bevor am Mittwochabend das Spiel der Spiele steigt. Im heimischen Stadion empfängt der CFC im Landespokal-Halbfinale den Erzrivalen FC Erzgebirge Aue.
Titelfoto: Marcus Hengst
