CFC-Kapitän Müller heiß aufs Pokalspiel gegen Union: "Das ist ein Bonbon!"

Chemnitz - Der alte ist auch der neue Kapitän. Tobias Müller (29) führt den Chemnitzer FC auch in der Saison 2022/23 aufs Feld. Seit vier Jahren zieht der Mittelfeldregisseur im Zentrum die Strippen, ist damit neben Jakub Jakubov (33) und Tim Campulka (23) dienstältester Himmelblauer.

Das liegt mittlerweile zehn Jahre zurück: Tobias Müller (l.) versucht im Dynamo-Trikot, Union Berlins Daniel Göhlert zu stoppen. Damals konnte Müller nicht gewinnen.
Das liegt mittlerweile zehn Jahre zurück: Tobias Müller (l.) versucht im Dynamo-Trikot, Union Berlins Daniel Göhlert zu stoppen. Damals konnte Müller nicht gewinnen.  © imago/sportfotodienst

Müller durchlebte beim Club Höhen und Tiefen. Drittliga-Aufstieg 2019, direkter Abstieg 2020, dazu drei Triumphe im Sachsenpokal 2019, 2020 und 2022. Nach dem Karriereende von Niklas Hoheneder erkor ihn Ex-Coach Daniel Berlinski im letzten Sommer zum neuen Kapitän.

Vor der Generalprobe gegen Viktoria Berlin wurde der 29-Jährige von Cheftrainer Christian Tiffert im Amt bestätigt.

"Dieser Vertrauensbeweis durch das Trainerteam freut mich ungemein", sagte Müller im Anschluss in der Mixed-Zone des Gellertstadions.

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Er weiß um die Tragweite dieser Entscheidung und ist bereit, gemeinsam mit seinen Stellvertretern Jakub Jakubov und Robert Zickert voranzugehen:

"Die Aufgabe versuche ich gemeinsam mit meinen Co-Kapitänen bestmöglich auszufüllen. Das haben wir letzte Saison, glaube ich, schon sehr gut gelöst und kriegen es auch diesmal wieder hin."

Priorität hat das DFB-Pokal-Highlight gegen Union Berlin

Der alte und neue CFC-Kapitän Tobias Müller (29, r.) beim Torjubel mit Tim Campulka (23) im Sachsenpokal-Finale gegen Chemie Leipzig.
Der alte und neue CFC-Kapitän Tobias Müller (29, r.) beim Torjubel mit Tim Campulka (23) im Sachsenpokal-Finale gegen Chemie Leipzig.  © Picture Point/Gabor Krieg

Eine Aufgabe ist, die Neuzugänge einzugewöhnen, ihnen zu verklickern, was auf sie wartet und eine Einheit zu formen.

Müller: "Sicherlich braucht es Zeit, zusammenzuwachsen. So etwas passiert nicht von heute auf morgen, zumal es einen größeren Umbruch gab und uns viele wichtige Spieler aus der letzten Saison verlassen haben. Dafür kamen viele junge Talente hinzu. Ich denke, wir sind auf einem guten Weg, aber noch nicht am Ziel angekommen."

Angesprochen auf die eigenen Ambitionen, will der CFC-Leader die Dinge richtig einordnen: "Die Regionalliga ist enger zusammengerückt. BFC Dynamo ist drin geblieben, Viktoria Berlin aus der 3. Liga abgestiegen, Erfurt als Traditionsverein aufgestiegen. Alles in allem gibt es viele gute Gegner, wo viel auf Augenhöhe stattfindet, sodass es unser Ziel sein muss von Spiel zu Spiel die drei Punkte einzufahren."

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Priorität besitzt zunächst aber das DFB-Pokal-Highlight gegen Union Berlin. "Das ist ein Bonbon, das wir uns letzte Saison erarbeitet haben und gerne mitnehmen", betont Müller.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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