CFC-Trainer Duda rätselt: "Das ist rational nicht zu erklären"

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Chemnitz - Ein trister Sportplatz in Berlin-Steglitz, nicht einmal Landesklasse-Atmosphäre. Eine Saison, die längst gelaufen ist. Noch zwei mögliche Kracher im Sachsenpokal schon im Hinterkopf. Aber trotzdem sollte sich der CFC am Riemen reißen. Solche Leistungen wie am Mittwoch beim 1:2 beim BFC Preußen sind schlecht fürs Image und kommen auch bei den eigenen Fans nicht sonderlich gut an.

Enttäuschung bei den Himmelblauen nach dem Gegentor.
Enttäuschung bei den Himmelblauen nach dem Gegentor.  © Matthias Koch

Natürlich spielt jeder Fußballer lieber vor 8000 Fans. Aber das ist Regionalliga und speziell bei den Berliner Vereinen ist es eher mau, was das Flair angeht. Gerade da muss man sich durchbeißen und den Willen zeigen, den es braucht. CFC-Trainer Benjamin Duda (37) sprach deshalb auch "von fehlender Energie in der ersten Halbzeit".

Seine Jungs brachten nichts auf den Platz. Der Kampf und die Einstellung zum Spiel stimmten nicht. "Das Ergebnis ist die Quittung für die erste Halbzeit." Mit 0:2 ging es in die Pause. Wohlgemerkt gegen einen Gegner, der zwar kompakt agierte, aber auch keine Bäume ausriss.

Ein Punkt, der ihn nachdenklich stimmte: "Plausibel und rational zu erklären ist das nicht. Wenn man da den treffenden Grund hätte, würde man ihn abstellen und darauf regieren. Wir bereiten die Jungs Woche für Woche vor. Auch auf diesen Platz, auf dieses Setting", sagte Duda.

CFC-Stürmer Bozic angeschlagen! Wird der Torgarant bis zum Pokalduell gegen Aue fit?
Chemnitzer FC CFC-Stürmer Bozic angeschlagen! Wird der Torgarant bis zum Pokalduell gegen Aue fit?

"Aber es hat viel zu lange gedauert mit einer Halbzeit, um hier anzukommen. Die Hypothek von 0:2 war zu groß."

Samstag spielen die Himmelblauen gegen Hertha BSC II

CFC-Trainer Benjamin Duda (37).
CFC-Trainer Benjamin Duda (37).  © picture point/Sven Sonntag

Die zweite Halbzeit verlief etwas besser, Chemnitz kam noch einmal durch das Eigentor von Charmaine Häusl heran, aber mehr passierte nicht, auch weil Berlin zweimal auf der Linie klären konnte. Die Preussen sind jetzt am CFC vorbeigezogen, liegen auf Rang acht. Das ist nicht das, was man sich bei den Himmelblauen erwartet hat. Sechs Partien sind es noch in der Liga. Ziele hat Duda noch.

"Wir sind vier Punkte von Rang sechs weg. Das ist für uns realistisch und greifbar. Aber wir brauchen dafür auswärts andere Leistungen, müssen anders auftreten, um das Ziel zu erreichen."

Am Samstag geht es erst mal gegen die kleine Hertha. Im eigenen Stadion, vor Fans, in einer ganz anderen Atmosphäre.

Titelfoto: Bildmontage: Matthias Koch, Picture Point/Sven Sonntag

Mehr zum Thema Chemnitzer FC: