CFC-Trainer Duda zieht vom Leder: "Ärgerlich, enttäuschend, frustrierend!"
Chemnitz - Der Trainer des Chemnitzer FC, Benjamin Duda (37), ging nach der 1:3-Niederlage beim Halleschen FC mit seiner Mannschaft hart ins Gericht!
"In der ersten Halbzeit war es eine katastrophale Vorstellung. Ohne Zweikampfführung, ohne Intensität, ohne Energie - gefühlt waren wir gar nicht auf dem Platz. Das ist sehr, sehr ärgerlich, enttäuschend, frustrierend", zog der Fußball-Lehrer auf der Pressekonferenz nach dem Spiel vom Leder.
Worte in dieser Deutlichkeit hat man von Duda in seiner Amtszeit bei den Himmelblauen selten gehört. Der Stachel der Enttäuschung saß tief. Die öffentliche Schelte am Auftritt des CFC war nachvollziehbar.
Nach den ersten beiden Eckbällen der Hallenser zappelte der Ball im Netz. Niclas Stierlin (26) köpfte nach 97 Sekunden ein. Nach einer Viertelstunde stellte Burim Halili (27) mit seinem Direktschuss auf 2:0.
Halle verschoss Mitte der ersten Halbzeit einen Handelfmeter - Malek Fakhro (28) traf den Pfosten - und vergab weitere gute Chancen. Das 3:0 erzielte Fabrice Hartmann (25) nach einem weiten Einwurf von Jan Löhmannsröben (34).
Duda brachte zur Pause drei Neue und vernahm einen Stimmungswandel
"Damit war das Spiel gefühlt verloren, auch wenn wir nach der Pause nicht aufgegeben haben. Aber wie wir in der ersten Halbzeit die Standards verteidigt haben - das ist nicht konkurrenzfähig. Wir wussten um die Wucht und Qualität des Gegners. Da waren wir bei Eckbällen und dem Einwurf nicht auf der Höhe", betonte Duda.
Der 37-Jährige schimpfte weiter: "Da fehlten jegliche Konzentrationsfähigkeit, Disziplin und auch Haltung, um das am Mann zu verteidigen. Wir können von Glück reden, dass der Elfmeter und die beiden anderen Einschussgelegenheiten nicht drin sind. Sonst hätte die erste Halbzeit noch schlimmer enden können."
Duda brachte zur Pause drei Neue und vernahm einen Stimmungswandel: "Sie haben neuen Schwung und eine andere Energie reingebracht. Das war positiv."
Mehr als das Tor zum 1:3 - Jonas Marx (21) traf sieben Minuten nach dem Seitenwechsel aus Nahdistanz - sprang nicht heraus.
Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

