CFC verpasst siebenten Sieg in Folge! "Es gibt solche Tage, da will der Ball nicht über die Linie"

Chemnitz - "Wenn du aus Chemnitz etwas mitnehmen willst, brauchst du einen starken Mann zwischen den Pfosten", meinte Gästetrainer Ante Covic (47). Den hatte er am Freitagabend mitgebracht: Tjark Ernst (19), zweiter Torhüter des Bundesliga-Teams von Hertha BSC.

Hertha BSC II-Trainer Ante Covic (47).
Hertha BSC II-Trainer Ante Covic (47).  © Picture Point/Gabor Krieg

Der Schlussmann der Berliner avancierte mit mehreren Paraden zum Mann des Spiels im Stadion an der Gellertstraße.

Ernst wurde vor 2939 Zuschauern zur himmelblauen Spaßbremse. Denn mit dem 1:1 (1:1) verpasste der CFC am Freitag den siebenten Sieg in Serie.

"Ob gerecht oder ungerecht - was bedeutet das schon. Wir hatten heute deutlich mehr Einschussmöglichkeiten als zuletzt beim 4:0 gegen Jena. Die hatten die Berliner auch. Und dann muss man mit dem Unentschieden leben", erklärte CFC-Trainer Christian Tiffert (40) gewohnt pragmatisch.

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Okan Kurt (27) und Lukas Stagge (25) in der ersten sowie Roman Eppendorfer in der zweiten Halbzeit scheiterten allesamt an Ernst.

Der Direktschuss von Robert Berger (26) krachte an den rechten Pfosten. Stephan Mensah (22) hatte mehrere gute Chancen. Immer wieder brachte ein Berliner ein Bein dazwischen und blockte den Schuss.

"Hertha hat es vor allem in der ersten Halbzeit gut gemacht. Mit Ball sind sie eklig."

Robert Berger (l., 26) verspürt nach dem verpassten 7. Sieg in Folge keine Enttäuschung.
Robert Berger (l., 26) verspürt nach dem verpassten 7. Sieg in Folge keine Enttäuschung.  © Picture Point/Gabor Krieg

So blieb es beim Treffer von Robert Zickert (32), der in der 22. Minute "nach einer schlecht geschlagenen Ecke" (O-Ton Covic) den Ball aus Nahdistanz irgendwie über die Linie stocherte.

Da die CFC-Abwehr nicht so gewohnt sicher stand wie in den vergangenen Wochen, bekamen auch die Hertha-Bubis ihre Möglichkeiten. Eine nutzte Trainersohn Maurice Covic (24) und sorgte per Direktabnahme kurz vor der Pause für den Ausgleich.

"Dass wir den Heimsieg verpasst haben, tut weh. Enttäuschung spüre ich nicht. Wir haben eine starke Leistung auf den Platz gebracht, uns zahlreiche Chancen herausgearbeitet und hinten wenig zugelassen", meinte Berger.

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Der Rechtsverteidiger erklärte weiter: "Hertha hat es vor allem in der ersten Halbzeit gut gemacht. Mit Ball sind sie eklig. Nach der Pause hatten wir sie im Griff. Leider hat das Zielwasser gefehlt. Oder es ist einer dazwischen gegrätscht, war der Pfosten im Spiel oder der Torwart hat klasse gehalten. Es gibt solche Tage, da will der Ball einfach nicht rein."

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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