Spiele verschoben: Planungen beim CFC und FSV über den Haufen geworfen

Chemnitz/Zwickau - Nach zwei freien Tagen startete der CFC Mittwochvormittag in die Vorbereitung auf die englische Woche. "Trainingsplanung und Belastungssteuerung sind darauf ausgerichtet, dass wir am Sonntag in Jena spielen", erklärte Sportdirektor Armin Causevic. Das war am Mittag. Vier Stunden später teilte der DFB mit: "Die kompletten Spieltage 28 und 29 werden verlegt!"

FSV-Sportchef Toni Wachsmuth bestätigt, dass sich der FSV weiterhin auf das Heimspiel gegen Halle am 23. März vorbereitet.
FSV-Sportchef Toni Wachsmuth bestätigt, dass sich der FSV weiterhin auf das Heimspiel gegen Halle am 23. März vorbereitet.  © Picture Point/Gabor Krieg

Aus rein sportlicher Sicht wäre Causevic dafür gewesen, dass das Ostduell am Sonntag in Jena ausgetragen wird - auch ohne Zuschauer. Nachvollziehbar. Die Chemnitzer haben einen guten Lauf. Sie sind mit vier Siegen und einem Unentschieden eines der besten Drittligateams im aktuellen Kalenderjahr.

Der Verband hat anders entschieden. DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius: "Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation, nahezu stündlich ergeben sich neue Sachlagen. Die Gesundheit steht über allem. Klar ist darüber hinaus, dass wir unserer Verantwortung für die Vereine gerecht werden wollen und müssen."

Die Absage der kommenden Spieltage wirft auch die Planungen beim FSV Zwickau über den Haufen. "Wir bereiten uns jetzt auf das Heimspiel gegen Halle am 23. März vor. Was anderes bleibt uns gar nicht übrig", meinte FSV-Sportchef Toni Wachsmuth.

Dass der für Sonntag angesetzte Klassiker gegen Hansa Rostock nicht mit Zuschauern über die Bühne gehen wird, wusste die Mannschaft von Trainer Joe Enochs bereits gestern Vormittag. Da hatte das Landratsamt Zwickau Großveranstaltungen ab 1000 Personen verboten.

Es drohen wirtschaftliche Einbußen

CFC-Sportdirektor Armin Causevic hätte am Wochenende lieber in Jena gespielt, zur Not auch ohne Zuschauer.
CFC-Sportdirektor Armin Causevic hätte am Wochenende lieber in Jena gespielt, zur Not auch ohne Zuschauer.  © Picture Point/Gabor Krieg

Hält die Corona-Krise an, sieht Causevic nicht nur auf die Himmelblauen, sondern auf alle Vereine wirtschaftliche Einbußen zukommen: "Spiele ohne Zuschauer bedeuten Spiele ohne Einnahmen. Das tut der 3. Liga besonders weh. Über 20 Prozent des Saisonetats kommen hier aus dem Ticketverkauf."

Auch darüber wird mit dem DFB Anfang kommender Woche zu reden sein. Auf der für Montag einberufenen außerordentlichen Managertagung soll das weitere Vorgehen für die Drittliga-Partien ab dem 30. Spieltag besprochen werden.

Die am Mittwoch abgesagten Spieltage 28 und 29 sollen frühestens Anfang Mai nachgeholt werden. Der 38. und letzte Spieltag ist (noch) für den 16. Mai angesetzt.

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