Chemnitz - Er hätte sich gern mit einem Sieg vom Chemnitzer FC verabschiedet. Daraus wurde nichts: Torhüter Daniel Adamczyk (23) musste gegen den BFC Dynamo (2:2) zweimal hinter sich greifen.
Entsprechend groß war der Ärger beim Keeper: "Wir hatten nach dem 2:1 genügend Möglichkeiten, um den Sack zuzumachen. Da waren wir einfach nicht clever genug. Am Ende bekommen wir auch noch den Handelfmeter gegen uns."
Den verwandelte Rufat Dadashov (34) Sekunden vor dem Abpfiff zum 2:2-Endstand. Adamczyk: "Beim 1:1 im Hinspiel haben wir den späten Elfmeter bekommen, dieses Mal die Berliner. So ist Fußball. Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Dass wir den Sieg verpassen, war völlig unnötig. Das haben wir uns selbst zuzuschreiben."
Zur Wahrheit gehört auch: Nicht nur die Sachsen, auch die Gastgeber hatten einige Hochkaräter. Sie scheiterten immer wieder am gut aufgelegten CFC-Schlussmann.
"Ich hätte gern zu null gespielt. Hat leider nicht funktioniert. Mit dem Punkt haben wir das Mindestziel erreicht. Trotzdem ist es bitter, zwei Tore zu kassieren. Deshalb war ich auch ziemlich angefressen nach dem Spiel."
CFC-Keeper Adamczyk: "Ich hatte zwei sehr schöne Jahre hier in Chemnitz"
Trost gab es von den mitgereisten Anhängern. Sie feierten die Mannschaft nach dem Abpfiff. Vor allem die zehn Spieler, die die Himmelblauen verlassen werden.
"Das war eine schöne Verabschiedung von unseren Fans", sagte Adamczyk mit viel Wehmut: "Ich hatte zwei sehr schöne Jahre hier in Chemnitz."
Der gebürtige Kölner kam im Sommer 2024 vom VfL Osnabrück und verpasste in der Regionalliga nur ein Spiel. In der vergangenen Saison hielt er seinen Kasten 17 (!) Mal sauber, in der abgelaufenen Serie sieben Mal.
Adamczyk macht kein Geheimnis daraus, dass er gern auch in der neuen Saison im Tor der Chemnitzer gestanden hätte. Die Planungen des Vereins waren andere.
Mit David Richter (27) wurde der neue Stammtorhüter vor wenigen Tagen präsentiert. Der 1,96 Meter große Schlussmann kommt vom Drittligisten Viktoria Köln.
Tabelle Regionalliga Nordost
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
1. FC Lokomotive Leipzig | 34 | 65:30 | 72 | |
| 2 |
|
FC Carl Zeiss Jena | 34 | 65:35 | 72 | |
| 3 |
|
FSV Zwickau | 34 | 52:44 | 64 | |
| 4 |
|
Hallescher FC | 34 | 63:36 | 63 | |
| 5 |
|
FC Rot-Weiß Erfurt | 34 | 68:47 | 61 | |
| 6 |
|
VSG Altglienicke | 34 | 50:40 | 53 | |
| 7 |
|
Chemnitzer FC | 34 | 56:52 | 51 | |
| 8 |
|
BFC Preussen | 34 | 50:55 | 50 | |
| 9 |
|
1. FC Magdeburg II | 34 | 61:55 | 49 | |
| 10 |
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FSV 63 Luckenwalde | 34 | 36:45 | 43 | |
| 11 |
|
SV Babelsberg 03 | 34 | 67:65 | 41 | |
| 12 |
|
BFC Dynamo | 34 | 45:50 | 40 | |
| 13 |
|
BSG Chemie Leipzig | 34 | 43:49 | 40 | |
| 14 |
|
Hertha BSC II | 34 | 46:60 | 40 | |
| 15 |
|
Greifswalder FC | 34 | 40:45 | 38 | |
| 16 |
|
ZFC Meuselwitz | 34 | 44:61 | 33 | |
| 17 |
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FC Eilenburg | 34 | 35:68 | 23 | |
| 18 |
|
Hertha 03 Zehlendorf | 34 | 30:79 | 14 | |
Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.