Drei Gegentore nach Standards: CFC wacht in Halle zu spät auf

Halle/Saale - Drei Tage nach dem 1:2 beim Vorletzten Chemie Leipzig hat der Chemnitzer FC in der Regionalliga Nordost die nächste bittere Niederlage kassiert. Beim Halleschen FC verlor die Elf von Trainer Benjamin Duda am Samstag mit 1:3 (0:3). Der HFC feierte vor 7300 Zuschauern den sechsten Sieg in Folge.

Der Gästeblock in Halle war gut gefüllt. Die Fans feierten das Jubiläum des FCK/CFC. Der Auftritt der Chemnitzer war allerdings nicht zum Feiern ...  © Marcus Hengst

Die Gäste mussten kurzfristig auf einen ihrer besten Offensivspieler verzichten: Maurizio Grimaldi beklagt eine Verletzung am rechten Knie. Ihm droht eine längere Pause.  

Top-Torjäger Dejan Bozic stellte sich in den Dienst der Mannschaft. Er fuhr trotz eines lädierten linken Knöchels mit nach Halle, um im Notfall einspringen zu können. Doch der trat nicht ein. Halle dominierte von Beginn an das Ostderby.

Beim 1:2 in Leipzig-Leutzsch kassierte der CFC zwei späte Tore. Am Samstag klingelte es ganz früh - nach 97 Sekunden! Nach dem ersten Eckball, geschlagen von Fabrice Hartmann, war Niclas Stierlin im Zentrum gedankenschneller als Kapitän Tobias Müller und köpfte aus acht Metern ein.

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13 Minuten später, nach dem zweiten Eckball für den HFC, musste Torhüter Daniel Adamczyk erneut sich greifen. Dieses Mal schlug Jan Löhmannsröben der Ball in den Strafraum. Dario Gebuhr war am Gegenspieler dran, den Direktschuss von Burim Halili konnte die Leihgabe von Hansa Rostock nicht verhindern: 2:0!

Mitte der ersten Halbzeit zeigte Schiedsrichter Florian Lukawski nach einem Handspiel von Julius Bochmann auf den Elfmeterpunkt. Malek Fakhro schnappte sich sofort die Kugel und verschoss. Der Ball landete am linken Pfosten.

Glück für die Himmelblauen, die mit der neuformierten Abwehrkette alles andere als sattelfest agierten. Tom Baumgart und Niclas Walther fehlten gesperrt.

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Top-Torjäger Dejan Bozic (r.) stellte sich in den Dienst der Mannschaft und fuhr trotz einer Sprunggelenk-Verletzung mit nach Halle. Foto: Marcus Hengst  © Marcus Hengst

CFC-Kapitän Tobias Müller kurz vor Platzverweis

So zweikampfstark wie Artur Mergel (l.) in dieser Szene präsentierte sich der CFC in der ersten Halbzeit zu selten.  © Marcus Hengst

Halle erspielte sich zahlreiche Einschuss-Möglichkeiten. Den Schlenzer von Joscha Wosz lenkte Adamczyk mit den Fingerspitzen über den Balken (14.). Auch beim Schuss von Hartmann war der Keeper auf dem Posten (24.). Der Direktschuss von Fakhro zischte knapp am Kasten vorbei (32.).

Sekunden nach dieser Aktion schrammte Tobias Müller knapp am Platzverweis vorbei. An der Mittellinie trennte er den 1:0-Torschützen Sterlin mit gestrecktem Bein und offener Sohle vom Ball. Schiri Lukawski beließ es bei einer Verwarnung.

Kurz vor dem Gang in die Halbzeitpause sorgte Hartmann für das 3:0. Nach einem weiten Einwurf von Löhmannsröben fiel der Ball dem Hallenser vor die Füße. Er zog mit links direkt ab und traf aus 15 Metern ins lange Eck. Da gabs für Adamczyk nichts zu halten.

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Trainer Duda reagierte mit einem Dreifachwechsel auf den schwachen Auftritt. Der Start in die zweite Hälfte verlief verheißungsvoll. Die scharfe Hereingabe von Roman Eppendorfer spitzelte Jonas Marx im Mittelstürmer-Manier ins lange Eck: 1:3 (53.).

Danach übernahm der HFC wieder das Kommando und versiebte weitere Großchancen. Der verdiente Heimsieg geriet trotzdem nie in Gefahr.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 23 48:17 55
2 Hallescher FC 24 41:22 47
3 FC Carl Zeiss Jena 22 41:21 45
4 FC Rot-Weiß Erfurt 23 41:29 43
5 FSV Zwickau 23 37:29 42
6 VSG Altglienicke 21 32:22 36
7 Chemnitzer FC 24 38:35 34
8 Hertha BSC II 22 36:40 30
9 BFC Preussen 20 27:31 29
10 1. FC Magdeburg II 23 36:34 27
11 FSV 63 Luckenwalde 20 23:28 27
12 ZFC Meuselwitz 21 27:32 23
13 SV Babelsberg 03 22 33:42 23
14 BFC Dynamo 21 25:34 23
15 Greifswalder FC 22 22:34 19
16 BSG Chemie Leipzig 21 19:32 16
17 FC Eilenburg 23 20:42 15
18 Hertha 03 Zehlendorf 19 16:38 9

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

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