Chemnitz - Verpflichtet wurde Johannes Pistol (24) vom Chemnitzer FC vor einem Jahr als Rechtsverteidiger. Bereits in der Regionalliga-Rückrunde rückte er ins Mittelfeld vor. Jetzt freut er sich vor allem auf das Spiel gegen Union Berlin.
"Zurzeit spiele ich auf der Acht. Dort fühle ich mich sehr wohl. Die Rolle hatte ich schon zum Ende der vergangenen Saison. Das hat ganz gut geklappt und macht mir momentan auch am meisten Spaß", verrät der 24-Jährige.
Bei Chefcoach Benjamin Duda (38) ist ohnehin Flexibilität gefordert. Mal lässt der Fußball-Lehrer im 4-3-3 spielen, mal setzt er auf ein 4-4-2 mit Raute im Mittelfeld. "Wir können mehrere Systeme und werden sicher auch nicht alles vorab verraten", lacht Pistol.
Am Donnerstagabend wird Duda eine defensivere Taktik wählen. Zu Gast ist im Stadion an der Gellertstraße der Bundesligist 1. FC Union Berlin (Anstoß 18.30 Uhr).
"Wir wollen unsere Prinzipien umsetzen, durch Konter Nadelstiche setzen und weitere Erkenntnisse für die restliche Saisonvorbereitung gewinnen", meint der CFC-Trainer.
CFC-Spieler Pistol hat klaren Favoriten bei Union Berlin
Im Kader der Berliner hat sich einiges verändert. Mit Marvin Friedrich (30, Borussia Mönchengladbach) kehrte ein ehemaliger Publikumsliebling nach Berlin zurück.
Zudem verstärken unter anderem Stanley Nsoki (27, Festverpflichtung nach Leihe) und Abwehr-Talent Zeno Van Den Bosch (23, Royal Antwerpen) den Bundesligisten.
Neu ist auch der Trainer. Der Schweizer Mauro Lustrinelli (50) - Meistertrainer des Aufsteigers FC Thun – übernahm zum 1. Juli von Interimstrainerin Marie-Louise Eta (35).
Der CFC-Coach kann auf das komplette Personal zurückgreifen. Maximilian Fesser (24) trainiert nach Oberschenkelproblemen seit dieser Woche wieder komplett mit.
Duda: "Es ist das erste Spiel im heimischen Stadion, bei dem die Mannschaft ihr neues Gesicht zeigen und sich unseren Fans präsentieren kann. Wir sind alle gespannt und wollen die Möglichkeiten nutzen, um die Vorfreude auf die kommende Saison zu steigern."
Die Vorfreude überwiegt auch bei Pistol: "Jeder Fußballer will sich mit den Besten messen. Vielleicht können wir den Berlinern das Leben schwer machen."
Persönlich kennt er keinen Union-Spieler. Einen Favoriten hat er: "Ich würde mir gern das Trikot von Christopher Trimmel holen, weil er schon lange da und eine Vereinslegende ist." Seit Sommer 2014 trägt der 39 Jahre alte Österreicher das Union-Trikot.