Familie, Gesundheit, Heimat: Christian Bickel macht beim CFC Schluss

Chemnitz - Seinen Wohnsitz hat CFC-Mittelfeldspieler Christian Bickel (31) bereits zu Jahresbeginn von Zwickau nach Thüringen verlegt. Jetzt bricht er auch beruflich seine Zelte in Westsachsen ab und beendet die Profi-Karriere vorzeitig.

Auch der Körper macht nicht mehr richtig mit. Daher sagt Christian Bickel (31) vorzeitig Servus.
Auch der Körper macht nicht mehr richtig mit. Daher sagt Christian Bickel (31) vorzeitig Servus.  © Picture Point / Gabor Krieg

"Der Abschied tut weh. Fußball hat mein komplettes Leben bestimmt. Jetzt ist für mich allerdings die Zeit gekommen, auf meinen Körper zu hören und etwas kürzerzutreten", betont der 31-Jährige, der noch einen Vertrag für die kommende Saison in der Tasche hatte und trotzdem den Schlussstrich zieht.

Bickels Gründe sind nachvollziehbar. Die erhoffte Rückkehr in die 3. Liga - von dort (FSV Zwickau) war er vor zwei Jahren zu den Himmelblauen gekommen - ist ausgeblieben.

Zudem gab es aufgrund einer Corona-Erkrankung gesundheitliche Probleme. Die beiden Söhne Ansgar (6) und Kolja (4) sind in einem Alter, wo sie ihren Papa auch am Wochenende bei sich haben wollen.

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"Es war ein längerer Prozess. Die vielen Verletzungen, meine Herzbeutel-Entzündung, das Pendeln nach Chemnitz - ich saß täglich vier Stunden im Auto. Mein großer Sohn kommt im Sommer in die Schule, meine Frau Veronika hat wieder einen Job. Das alles sprach dafür, meinen Vertrag beim CFC vorzeitig aufzulösen", berichtet Bickel, der in Thüringen geboren ist und mit seiner Familie jetzt wieder in der Nähe seines Elternhauses wohnt.

Ein großes Spiel bleibt ihm noch: das Landespokalfinale am Sonnabend gegen die BSG Chemie Leipzig. "Ich hatte eine sehr schöne Zeit in Chemnitz und war froh, als mir der Verein vor zwei Jahren die Chance gegeben hat, nach den schwierigen Monaten in Zwickau wieder Fußball spielen zu dürfen", sagt Bickel, der in 33 Regionalliga-Partien acht Tore erzielte.

"Es wäre echt cool, wenn ich mich mit einem Titel verabschieden könnte. Der Pokalsieg wäre ein perfekter Abschluss."

Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

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