Felix Müller lässt CFC-Fans spät jubeln: Derby-Sieg gegen FSV Zwickau
Chemnitz - Last-Minute-Sieg für den Chemnitzer FC im Bezirksderby gegen den FSV Zwickau! Vor 7362 Zuschauern sorgte Felix Müller in der 89. Minute für das entscheidende 3:2 (0:0). Die Gastgeber feierten den vierten Dreier in Folge. Die Schwäne gingen nach vier Siegen erstmals wieder als Verlierer vom Platz.
"Über 7000 Zuschauer im Stadion. Das ist ein Fest. Wir wollen an diesem Festtag unseren Beitrag leisten", betonte FSV-Trainer Rico Schmitt vor dem Derby-Anpfiff. Bis zur 30. Minuten sorgten allerdings nur die beiden Fanblöcke für ordentlich Lärm.
Auf den Rasen passierte bis auf den Schuss von Dejan Bozic, der aus spitzem Winkel an Keeper Lucas Hiemann scheiterte, wenig (20.). Das änderte sich nach einer halben Stunde.
Luca Prasse hebelte mit seinem Steilpass die gesamte Chemnitzer Defensive aus. Cemal Sezer war frei durch und nagelte das runde Leder aus acht Metern an den Querbalken. Sekunden später zog Daniel Haubner ab. Daniel Adamczyk war auf dem Posten.
In der 35. Minute war Hiemann zum zweiten Mal gefordert. Rechtsverteidiger Roman Eppendorfer konnte unbedrängt flanken. Jonas Marx stand im Strafraumzentrum frei. Den Aufsetzer-Kopfball des Mittelstürmers kratzte des FSV-Torwart von der Linie.
Wenige Sekunden nach Wiederanpfiff schickte Veron Dobruna mit seinem Pass aus der eigenen Hälfte Lennert Möbius auf die Reise. Linksverteidiger Niclas Walther setzte im Strafraum zur Grätsche an, klärte stark und war sechs Minuten später auf der anderen Seite zur Stelle.
Kurz vor Schluss! CFC-Spieler Müller köpft die Himmelblauen zum Sieg
Die Hereingabe von Tom Baumgart verlängerte Bozic mit der Fußsohle auf Walther. Der fackelte nicht lange und jagte den Ball direkt aufs Tor: 1:0 für den CFC (52.). Die Gäste schlugen postwendend zurück. Prasses Schuss fälschte Innenverteidiger Dario Gebuhr unhaltbar ab. Der Ball kullerte über die Linie: 1:1 (54.).
Was machte Chemnitz? Antwortete in Person von Tobias Stockinger mit der erneuten Führung. Der Offensivspieler zog nach innen und aus 20 Metern trocken mit links ab. Hiemann streckte sich vergeblich: 2:1 (57.) für die Himmelblauen.
Der perfekte Wechsel von Schmitt brachte den erneuten Ausgleich. Der Trainer schickte ab der 70. Minute Lucas Albert und Marc-Philipp Zimmermann auf den Platz. Die Joker stachen sofort zu. Albert setzte sich gegen Walther durch und legte für Zimmermann auf. Der Oldie drückte die Kugel aus Nahdistanz über die Linie: 2:2 (71.).
Und es klingelte ein fünftes Mal. In der 89. Minute war Felix Müller nach Leon Damers Eckball zur Stelle und köpfte unhaltbar zum 3:2 ein.
Fünf Tore in einer Halbzeit - das war ein Fest!
Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

