Fünf Verletzte, drei Gesperrte: CFC- Trainer Duda fehlen die Alternativen!
Chemnitz - CFC-Routinier Tom Baumgart ist schon lange im Geschäft. Er hat als Fußballprofi viele Höhen und Tiefen erlebt. Dass er mit seiner Mannschaft nach 45 Minuten 0:4 hinten lag, war für den gebürtigen Freiberger ein völlig neues "und natürlich auch kein schönes Erlebnis. Das will keiner", sagte der 28-Jährige TAG24.
Während die meisten Spieler wie begossene Pudel in der Kabine verschwanden, stellte sich Baumgart nach dem 0:4-Debakel gegen Erfurt den Fragen der Pressevertreter. "Wenn du drei Tore nach Standards bekommst, dann gibt's nicht viel dazu zu sagen. Das ging viel zu einfach. Da gibt es nichts schönzureden", so der Mittelfeldspieler, der aktuell als Rechtsverteidiger aushelfen muss.
Bereits eine Woche zuvor in Halle (1:3) kassierten die Himmelblauen in der ersten Halbzeit drei Tore nach Standards. Warum passierte das gegen die Thüringer in der gleichen Abfolge ein zweites Mal?
"Wir wussten, dass die Erfurter nach ruhenden Bällen viele einstudierte Varianten haben und unangenehm zu verteidigen sind. Aber bei den Duellen Mann gegen Mann musst du einfach so eng am Gegenspieler sein, dass er nicht frei zum Schuss, Kopfball oder was auch immer kommen kann. Da musst du ihn zumindest so stören, dass er Probleme hat, den Ball aufs Tor zu bekommen", betonte Baumgart: "Das haben wir viel zu einfach hergeschenkt."
Alternativen für Trainer Duda eher bescheiden
Läuft es für die Chemnitzer am Sonntag im Heimspiel gegen den Tabellendritten aus Jena besser? Die personellen Alternativen werden für Trainer Benjamin Duda (37) bescheiden sein. Mit Niclas Walther (23, Knie) fällt der fünfte Spieler verletzt aus.
Hinzu kommen drei Sperren. Kapitän Tobias Müller (32) und Domenico Alberico (27) sahen gegen Erfurt jeweils ihre fünfte Gelbe. Innenverteidiger Julius Bochmann (20) kassierte sogar schon die zehnte Verwarnung in dieser Saison.
Titelfoto: Harry Härtel/Haertelpress