Chemnitz - Er stieg mit Heidenheim in die Bundesliga auf, schaffte mit Regensburg den Durchmarsch von der Bayern-Regionalliga in die 2. Liga: CFC-Neuzugang Andreas Geipl.
Mit 34 Jahren hätte er sich zur Ruhe setzen können. Wollte er nicht. Nach einem Anruf von Sportdirektor Chris Löwe (37) wechselte der Routinier nach Chemnitz. TAG24 verriet Geipl, welche Ziele er verfolgt und warum er zum Pendler wird.
TAG24: Der Vertrag bei Ihrem Heimatverein Jahn Regenburg lief aus. Warum der Gang in die vierte Liga?
Geipl: "Es ist gut, noch einmal herauszukommen, etwas Neues zu sehen, neue Erfahrungen zu machen. Die Gespräche mit den Verantwortlichen waren sehr gut. Das hat mich sofort überzeugt. Mannschaft, Fans, Stadion - da habe ich richtig Bock drauf."
TAG24: Mit über 250 Zweit- und Drittliga-Einsätzen sind Sie der erfahrenste Spieler im Kader ...
Geipl: "Ich will vorangehen - auf und neben dem Platz - und meine Erfahrungen weitergeben. Wenn die Jungen etwas brauchen, will ich da sein. Ich will Vollgas geben und mit Leistung vorangehen."
Wie hat die Familie den Wechsel aufgenommen?
TAG24: Welche Ziele haben Sie sich gesetzt?
Geipl: "Eine bestmögliche Saison zu spielen. Ich denke, dass hier in Chemnitz sehr viel möglich ist. Jetzt geht es darum, die Vorbereitung gut über die Bühne zu bringen und dann erfolgreich in die Saison zu starten."
TAG24: Wie stark haben Sie die Nordost-Staffel verfolgt?
Geipl: "Tatsächlich lag mein Fokus eher auf der Bayern-Regionalliga. Dass Lok Leipzig zweimal Meister geworden und in der Relegation gescheitert ist, habe ich natürlich mitbekommen. Das war bitter. Im Nordosten ist von den Vereinen her sehr viel Tradition und ein großes Fan-Potenzial. Es gibt tolle Stadien. Lok, Jena, Erfurt, Halle, Zwickau, Aue - alle wollen in die 3. Liga. Eine interessante Liga. Darauf freue ich mich."
TAG24: Ihre Familie wird in Regensburg bleiben. Wie hat Sie Ihren Wechsel aufgenommen?
Geipl: "Das war nicht ganz so einfach. Es ist natürlich eine Umstellung für uns als Familie. Der große Sohn geht zur Schule. Ich bin alleine in Chemnitz. Die Entfernung ist so, dass ich gut pendeln kann, wenn es die Trainingszeiten hergeben. Wir machen das Beste daraus. Ich freue mich riesig auf die Aufgabe. Der CFC ist ein Superverein. 2014 habe ich in der 3. Liga mit Regensburg schon mal in Chemnitz gespielt."