Chemnitz - "Wir werden auf Strecke jeden brauchen!", unterstrich CFC-Coach Benjamin Duda (38) vor dem Heimspiel-Auftakt gegen den BFC Preussen Freitagabend im Stadion An der Gellertstraße. Natürlich richten sich die Augen dabei vor allem auf eine Personalie: Ron Berlinski (31).
Der Neuzugang feierte eigentlich den Einstand nach Maß, knipste sofort bei Hertha II. (4:0). Dann die bangen Minuten, als er nach einem Schlag aufs Schienbein mit schmerzverzerrtem Gesicht ausgewechselt wurde. Montag dann gab es die Entwarnung, dass zumindest strukturell nichts kaputt ist.
"Er ist die einzige offene Personalie, hatte viel individuelles Training und Behandlungen", so Duda, für den sich bezüglich Berlinski nun drei Fragen stellen: ob es reicht, wenn ja, wofür und für wie lange.
Im Sommertransferfenster haben sie genau solchen Eventualitäten Rechnung getragen und den Kader verbreitert, sodass Duda ohne Bauchschmerzen sagen kann: "Wir werden auf Strecke jeden brauchen!"
Mindestens 5000 Zuschauer sollten es bei jedem CFC-Heimspiel sein
Auf den Rängen wird ebenso auf Strecke jeder gebraucht. So bestätigte Geschäftsführer Uwe Hildebrand, dass im Schnitt knapp über 5000 Zuschauer zu den Heimspielen kommen müssen, um bei Plus-Minus-Null herauszukommen.
"Natürlich hängt das immer noch ein bisschen vom jeweiligen Spiel und den Sicherheitskosten ab, aber als Richtwert gilt: Bei 5000 Zuschauern trägt sich der Spieltag", so der CFC-Boss.
Dümpelt der Club als graue Maus durchs Mittelfeld wie letzte Saison, zieht er weniger an, als wenn er oben mitspielt, weshalb die Himmelblauen in den nächsten beiden Heimspielen gegen den BFC Preussen und nächsten Dienstag gegen den FSV Zwickau sofort nachlegen sollten.
Duda fordert für Freitag entsprechend hundertprozentigen Siegeswillen ein: "Wir wollen zu Hause sofort weitermachen und die Leistung, mit der wir in die Liga hineingestartet sind, die uns auch schon in der Vorbereitung ausgezeichnet hat, bestätigen."