CFC-Boss Hildebrand begründet Bittermann-Aus: "Können Legenden nicht durchschleppen"

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Chemnitz - Das Aus von Club-Legende Torsten Bittermann (58) ließ die Fans beim Chemnitzer FC aufhorchen. "Bitti", der als Spieler die ganz großen Schlachten im Europapokal gegen Juventus Turin oder Borussia Dortmund bestritten hatte, 1993 im DFB-Pokalhalbfinale stand, 2. Bundesliga spielte, als Kapitän voranging und später als "Co" von Gerd Schädlich in die 3. Liga aufstieg, wurde "wegrationalisiert".

Torsten Bittermann (58, l.) kickte mit den Himmelblauen schon gegen die Großen des deutschen und internationalen Fußballs - wie hier 1990 im Test gegen Bremen und Klaus Allofs (69).
Torsten Bittermann (58, l.) kickte mit den Himmelblauen schon gegen die Großen des deutschen und internationalen Fußballs - wie hier 1990 im Test gegen Bremen und Klaus Allofs (69).  © imago/sportfotodienst

Die Stelle des Teammanagers spart sich der Club künftig ein und verteilt die Aufgaben auf Sportdirektor Chris Löwe (37) und Zeugwart Henry Büttner.

Geschäftsführer Uwe Hildebrand äußerte sich nun in einem ausführlichen Interview bei cfc-fanpage.de erstmals zu dieser - in Fankreisen sehr kontrovers diskutierten - Entscheidung.

"Wir haben uns gegenseitig darauf geeinigt, dazu keine Stellung zu nehmen - also dass wir das einvernehmlich so händeln und keine schmutzige Wäsche waschen", so Hildebrand.

"Ich kann nur so viel sagen: Ohne Grund würden wir niemals Legenden aus dem Verein entfernen oder ihnen kündigen. Bei uns waren das vor allem finanzielle Gründe. Die Position war für uns in der Regionalliga mit diesem Gehalt einfach nicht mehr tragfähig, da auch der Gegenwert nicht gepasst hat", stellte der Geschäftsführer unumwunden klar.

CFC-Boss Hildebrand: "Der CFC schwimmt nicht im Geld"

Geschäftsführer Uwe Hildebrand (l.) fand deutliche Worte zum Aus von Torsten Bittermann.
Geschäftsführer Uwe Hildebrand (l.) fand deutliche Worte zum Aus von Torsten Bittermann.  © imago/HärtelPRESS

Die Konkurrenz hält es unterschiedlich. In Aue gibt es mit Uwe Kramer einen hauptamtlichen Teammanager, in Zwickau übernimmt diese Aufgaben Sportdirektor Robin Lenk (42) - ähnlich dem Modell, wie es jetzt an der Gellertstraße der Fall ist.

"So leid es uns tut, aber wir bewegen uns in der freien Marktwirtschaft und der CFC schwimmt nicht im Geld, als dass wir Legenden einfach so durchschleppen könnten. Wir müssen aufs Geld schauen. Wenn wir an einer Stelle einsparen können, müssen wir das zum Wohl des Vereins einfach tun", stellt Hildebrand klipp und klar fest.

Titelfoto: Bildmontage: IMAGO/sportfotodienst, IMAGO/HärtelPRESS

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