Jena schiebt Schiri-Frust, CFC feiert Befreiungsschlag und bangt um Verteidiger Gebuhr

Chemnitz - "Ein toller Moment", meinte Trainer Benjamin Duda (37) nach dem 4:1-Heimsieg des Chemnitzer FC über den FC Carl Zeiss Jena: "Wir wussten, dass wir Großes leisten und über uns hinauswachsen müssen. Diesen Sieg rechne ich meiner Mannschaft extrem hoch an."

Erleichterung bei CFC-Trainer Benjamin Duda (37): Nach drei Niederlagen in Folge ist die Freude über den 4:1-Heimsieg besonders groß.  © picture point/Sven Sonntag

Drei Startelf-Debütanten, darunter mit Georg Hempel (18) und Aaron Mensah (19) zwei A-Jugendliche, standen im Team der Gastgeber, die zuletzt sechs Tore nach Standards kassierten und gegen Jena den Spieß herumdrehten.

Drei Treffer fielen nach ruhenden Bällen. Das 1:1 durch Dejan Bozic (33) per Foulelfmeter. Das 2:1 von Tom Baumgart (28) nach einem Eckball. Das 4:1 von Leon Damer (26) per direktem Freistoß.

"Standards - offensiv und defensiv - sind bei uns im Training immer ein Thema", verriet Bozic nach dem klaren Sieg gegen den Tabellendritten, der sich in der Regionalliga Nordost endgültig aus dem Abstiegsrennen verabschiedet hat.

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Entsprechend groß war der Frust bei den Thüringern. "Wir haben das Spiel kontrolliert, hatten alles im Griff. Dann kommt die Elfmeter-Situation. Strafstoß und eine Rote Karte gegen Maurice Hehne – das war schon sehr, sehr hart", meinte Carl-Zeiss-Trainer Volkan Uluc (56).

Mit einem Mann weniger auf dem Platz verlor seine Mannschaft den Durchblick. "Wir waren die fünf Minuten vor und nach der Pause unsortiert. Das 2:1 nach einem Eckball darf nicht fallen. Das 3:1 bereiten wir durch einen individuellen Fehler selber vor. Plötzlich lief das Spiel in eine komplett andere Richtung. Damit kann ich nicht zufrieden sein", betonte Uluc.

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Nach dem 4:1 hielt Torschütze Leon Damer (26, l.) das Trikot vom verletzten Dario Gebuhr (22) in die Höhe.  © picture point/Sven Sonntag

Chemnitzer Innenverteidiger Dario Gebuhr im Krankenhaus

Carl-Zeiss-Trainer Volkan Uluc (56) übt Kritik an einer Schiedsrichter-Entscheidung kurz vor Schluss.  © picture point/Sven Sonntag

Der erfahrene Fußball-Lehrer kritisierte zudem die Schiedsrichter-Entscheidung vor dem vierten Gegentor: "Justin Schau wird gefoult. Chemnitz bekommt den Freistoß." Den jagte Damer aus 17 Metern direkt und sehenswert ins Tor.

Anschließend hielt der Torschütze das Trikot von Dario Gebuhr (22) in die Höhe. Der Innenverteidiger hatte sich am Vortag im Abschlusstraining eine folgenschwere Kopfverletzung zugezogen und musste direkt ins Klinikum Chemnitz eingeliefert werden.

"Bei einem Zusammenprall mit dem Kopf wurde das rechte Auge von Dario lädiert. Ich habe ihn am Sonntagfrüh im Krankenhaus besucht. Sein Zustand ist stabil. Wie lange er ausfallen wird, kann ich zum jetzige Zeitpunkt nicht sagen", verriet Duda auf TAG24-Nachfrage.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 26 55:20 61
2 Hallescher FC 26 47:23 53
3 FC Rot-Weiß Erfurt 26 50:33 50
4 FC Carl Zeiss Jena 25 45:28 48
5 FSV Zwickau 25 38:32 45
6 VSG Altglienicke 25 34:30 38
7 Chemnitzer FC 26 42:40 37
8 1. FC Magdeburg II 26 40:36 34
9 FSV 63 Luckenwalde 24 27:31 32
10 BFC Preussen 23 31:37 31
11 Hertha BSC II 25 38:48 30
12 ZFC Meuselwitz 25 34:40 29
13 BFC Dynamo 24 29:37 27
14 Greifswalder FC 25 26:35 26
15 SV Babelsberg 03 24 35:45 24
16 BSG Chemie Leipzig 25 24:38 21
17 FC Eilenburg 26 25:44 19
18 Hertha 03 Zehlendorf 22 17:40 11

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

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